HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA/NEUJAHR: 2024-01-01

HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA/NEUJAHR: 2024-01-01

KERNBOTSCHAFT: Mut Macher vom Papst Franziskus für das ganze neue Jahr hindurch.

Priester: Offen sein für den Segen Gottes und ihn wie Maria tief im Herzen bewahren: Nichts könnte größer und entscheidender sein für uns am Beginn dieses neuen Jahres, als das Bewusstsein, dass wir die von Gott und in ihm Gesegnete sind. Was das heißt, habe ich den ermutigenden Worten von Papst Franziskus gefunden, die er als „15 Regeln für ein gutes Leben“ bezeichnet hat. Hören wir nun diese „Regeln für ein gutes Leben“:

Lektor: in 1: Denk nach, dort, wo Gott dich ausgesät hat, hoffe! Hoffe immer!

Lektor: in 1: Jesus hat uns ein Licht gegeben, das in der Finsternis leuchtet: Verteidige es, beschütze es! Dieses eine Licht ist der größte Reichtum, der deinem Leben anvertraut ist.

Lektor: in 1: Ergib dich nicht der Nacht! Denke daran, dass der erste Feind, der besiegt werden muss, nicht draußen, sondern in deinem Innern ist! Deshalb darfst du den bitteren, finsteren Gedanken keinen Raum geben.

Lektor: in 2: Halte Ideale hoch! Lebe für etwas, das über den Menschen hinausgeht! Und wenn diese Ideale dir irgendwann eine gepfefferte Rechnung präsentieren, trage sie dennoch weiter in deinem Herzen! Treue gewinnt alles.

Lektor: in 2: Glaube an die Existenz der höchsten und schönsten Wahrheiten! […] Die Welt ist auf dem Weg dank der Weitsicht vieler Menschen, die Breschen geschlagen, Brücken gebaut, die geträumt und geglaubt haben; auch wenn ihr Umfeld sie verspottet hat.

Lektor: in 2: Denk niemals, dass der Kampf, den du hier unten kämpfst, sinnlos wäre! […] In uns pulsiert ein Same des Absoluten. Gott betrügt nicht. […] Alles entsteht, um in einem ewigen Frühling zu blühen.

Lektor: in 3: Wo immer du bist, bau auf! […] Wenn die Langeweile dich lähmt, dann verscheuche sie, indem du Gutes tust! Wenn du dich leer fühlst oder demoralisiert, dann bitte den Heiligen Geist, dass er dein Nichts wieder neu auffüllt!

Lektor: in 3: Stifte Frieden unter den Menschen! […] Sei geduldig, wenn ihr verschiedener Meinung seid: Eines Tages wirst du entdecken, dass jeder ein Bruchstück der Wahrheit.

Lektor: in 3: Liebe die Menschen! Liebe sie jeden für sich! Respektiere den Weg eines jeden Einzelnen, so geradlinig oder gewunden er auch sein mag, weil jeder seine eigene Geschichte zu erzählen hat. […] Jede Liebe, die aufkeimt, ist eine Kraft der Veränderung, die zum Glück hinstrebt.

Lektor: in 4: Und vor allem: träume! Hab keine Angst zu träumen! Träume! Träume von einer Welt, die noch nicht sichtbar ist, aber ganz sicher kommen wird! […] Auch die Männer und Frauen, die die Sklaverei besiegt und allen bessere Lebensbedingungen gebracht haben, waren Menschen, die Hoffnung hatten. Denk an diese Männer und diese Frauen!

Lektor: in 4: Übernimm Verantwortung für diese Welt und für das Leben jedes Menschen! Mach dir bewusst, dass jede Ungerechtigkeit gegenüber einem Armen eine offene Wunde ist und deine eigene Würde mindert!

Lektor: in 4: Und wenn dir irgendeine Schwierigkeit im Leben Angst macht, dann denke daran, dass du nicht nur für dich selbst lebst! Bei der Taufe ist dein Leben in das Geheimnis der Dreifaltigkeit eingetaucht worden, und du gehörst Jesus.

Lektor: in 5: Hab immer den Mut zur Wahrheit! Aber vergiss nicht: Du bist niemandem überlegen! Vergiss das nicht: Du bist niemandem überlegen! Selbst wenn du der Letzte wärest, der noch an die Wahrheit glaubt: Meide die Gesellschaft der Menschen nicht! […] Tage das Leid aller Geschöpfe im Herzen! Du bist Christ und legst im Gebet alles zurück in Gottes Hand.

Lektor: in 5: Wenn du dich geirrt hast, steh wieder auf! Nichts ist menschlicher, als Fehler zu machen. […] Lass dich nicht in deinen Fehlern einsperren! […] Und wenn du in Zukunft wieder Fehler machst, dann hab keine Angst, steh wieder auf! Weißt du, warum? Weil Gott dein Freund ist.

Lektor: in 5: Wenn du bitter wirst, dann glaube fest an alle Menschen, die noch immer für das Gute arbeiten! In ihrer Demut liegt der Same einer neuen Welt. Suche die Gesellschaft von Menschen, die sich ein kindliches Herz bewahrt haben! Lerne vom Wunder, pflege das Staunen! Lebe, liebe, träume, glaube! Und, mit Gottes Gnade: Verzweifle niemals!

FEST DER HEILIGEN FAMILIE (B): 2023-12-31

FEST DER HEILIGEN FAMILIE (B): 2023-12-31

KERNBOTSCHAFT: Eine Familie, deren Mitte Gott ist, hält besonders zusammen und ist ein großer Segen für die Gesellschaft.

Die Auswirkung der Gegenwart Gottes in einer Familie ist Segen und Geborgenheit: „Fürchte dich nicht Abram, ich selbst bin dir ein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.“ Ich lade euch heute, am Fest der heiligen Familie, das Gebet sehr ernst zu nehmen. Denn für die Kirche ist eine christliche Familie gerade der Ort, an dem die Beziehung eines Menschen zu Gott erfahrbar werden soll und kann. Wieso ist es so? Hören wir unsere wunderbare Kirchenpatronin über das Wesen des Gebetes: „Für mich ist Gebet ein Aufschwung des Herzens, ein schlichter Blick zum Himmel, ein Ausruf der Dankbarkeit und Liebe inmitten der Prüfung und inmitten der Freude“ (Theresia vom Kinde Jesu). Ähnlich verstand der heilige Johannes von Damaskus 650-754), wie dies im Katechismus der katholischen Kirche rezipiert wurde: „Das Gebet ist die Erhebung der Seele zu Gott oder eine an Gott gerichtete Bitte um die rechten Güter“. Beten ist darum mit dem Bild eines Landeplatzes zu vergleichen, da Gott immer dabei ist, bei uns anzukommen. Inmitten einer Welt, in der wir im Alltag mit unsäglich vielen Sachen zugemüllt werden und sind, ist das Gebet ein äußerst nötiger Landplatz für Gott in seinem Heiligen Geist, der uns neu schafft und erneuert. Zu beten ist das Zentrum zu finden. Ich habe mal eine wunderbare Definition des Gebetes aufgeschnappt: „Zeit mit und bei Gott zu verschwenden.“ Ich ergänze mit: „Der verschwenderisch ist in seiner Liebe.“ Nimm dir, also die Zeit für das Gebet in der Familie! Es heißt beim Besuch Jesu zu Martha und Maria: „Unum necessarium“ – das Eine, das nottut, welches Maria gewählt hat. Wir brauchen die „innere Burg“, wie die heilige Theresia von Avila sagte. Dabei ist die Stille so wichtig für unser Leben, weil wir in Berührung kommen mit unserem Innersten, wo Gott auf uns wartet.

Gesegnet mit Kraft und neuer Hoffnung: Schwestern und Brüder! Im Gebet segnet uns Gott und wir erfahren neue Kraft, Geborgenheit und Hoffnung. Es heißt in der ersten Lesung, wo Gott sich dem Abram zugewendet hat: „Fürchte dich nicht, Abram, ich selbst bin dir ein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.“ Wir erkennen in dieser Begegnung, worin unsere eigentliche Gerechtigkeit besteht: „Und er glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.“ Die wahre Gerechtigkeit bedeutet: Leben aus der Kraft der Beziehung zu Gott. Deshalb lädt uns der Hebräerbrief dazu ein, in der Gesinnung Abrahams zu glauben, der sich auf Gottes Verheißung eingelassen hat ohne jegliche Rücksicherungen. Schwestern und Brüder, auch wenn wir nicht aus dieser Welt „scheiden“ müssten, so könnten wir uns doch in der Gesinnung von Simeon und Hanna von diesem alten Jahr dankbaren Herzens verabschieden. Indem sie sich auf das Neue von Gott eingelassen haben, erlebten sie ihr Leben als erfüllt. Werden und bleiben wir dankbar für das Gelungene in diesem zu Ende gegangenen Jahr! Werden und bleiben wir ganz offen für Gott, der uns beständig heimsucht, um uns zu segnen.

FEST DES HEILIGEN STEPHANUS (B): 2023-12-26

FEST DES HEILIGEN STEPHANUS (B): 2023-12-26

KERNBOTSCHAFT:Vergebung ist der tiefste Punkt christlichen Glaubens, weil sie das Leben frei und hell macht.

Das Schwierigste und Unmögliche ist nur von Gott her möglich: Das Licht vom Bethlehem leuchtet in einen Bereich unseres Lebens hinein, in dem sich die meisten von uns sehr schwer tun, weil die Wunden, die dort geschlagen werden, sehr tief und nachhaltig sind. Ich erinnere uns gern an den Leitsatz, der uns ein halbes Jahr oder sogar länger begleiten sollte: „Licht-Wege“ oder „Licht auf dem Weg“. Weil es plötzlich sehr dunkel werden kann auf unseren Lebenswegen, brauchen wir Leuchter auf dem Weg. Ein solches Licht habe ich im Leben des heiligen Stephanus entdeckt. Es ist dies das Licht der Vergebung – einer bedingungslosen Vergebung im Angesicht von Lüge und wütendem Hass. Echte Vergebung ist scheinbar der schwierigste Glaubensakt, den es überhaupt gibt, da sie von uns das Unvernünftigste verlangt. Das lebt uns der heilige Stephanus vor! Dem mörderischen Wut seiner Mitmenschen ausgeliefert, findet er dennoch die spirituelle Kraft, um seine Mörder aus ihrem inneren Gefängnis zu befreien. Er kann ihnen eine qualitativ neue Freiheit schenken, weil er selber mit dem Urquell der Freiheit innig verbunden ist. Fragen wir uns doch einmal, wie es möglich geworden ist, dass ein Mensch, der dem Tod durch Steinigung ins Gesicht geschaut hat, sagen konnte: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Hier haben wir die Antwort auf diese entscheidende Frage: „Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“ Dann nachdem sie ihn gesteinigt haben: Betete und rief: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“

Die Rückbindung an Gott ist Licht auf unserem Lebensweg: Liebe Schwestern und Brüder! Das Geheimnis unseres Lebens und Glaubens ist groß und wunderbar zugleich! „Licht-Wege“ nicht nur die kleinen und großen Freuden, die uns das Leben mitten im Tag zuteilwerden lässt, sondern [vor allem] die von uns geschaffenen und zu schaffenden Denkmäler der Selbstüberwindung durch das große Wunder der Vergebung, durch die wir so richtig erleben dürfen und können, was die wahre Freiheit des Menschen ausmacht. Ich bin der festen Überzeugung, dass die echte Vergebung ein göttliches Geschenk ist und unmöglich wäre, ohne die Rückbindung an das große Geheimnis der Gottes Liebe, die uns in Jesus Christus offenbart worden ist. Darum wünsche ich uns allen die Offenheit für das „Licht vom Bethlehem“. Denn nur wenn Jesus, der Christus Gottes, uns tief berührt, kann unser Leben wirklich hell sein und wir im Stande wären, das Leben unserer Mitmenschen ebenfalls in Freiheit hell zu machen.

CHRISTTAG (B): 2023-12-25

CHRISTTAG (B): 2023-12-25

KERNBOTSCHAFT: Das Wort, ohne welches wir nicht sein können und Licht auf unserem Lebensweg ist, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes.

Weihnachten offenbart uns den Menschen, wie Gott ihn haben will: Es gibt etwas Wunderbares, das uns alle besonders zum Hochfest der Christi Geburt innig verbindet: Dass unser Menschsein viel größer ist und viel tiefer und höher geht als alle Einzelheiten, die wir im Alltag erfahren und erleben. Die Stimmung zu Weihnachten ist einfach viel mehr als eine bloße oberflächliche Stimmung. Was uns bewegt und erfüllt, ist echt. Wir sind unendlich mehr als uns bewusst ist und werden können. Unsere Welt-Dasein vereinnahmt uns allzu sehr, dass uns der Durchblick fehlt für die Hellsichtigkeit und Durchsichtigkeit, die uns von >>Anderswoher<< gezeigt wird. Wir können und dürfen uns wohl darüber vom Herzen freuen!

Unsere Sehnsüchte können uns beflügeln oder niederdrücken: Ich darf mit euch gerade einen Gedanken eines 85-jährigen Mannes teilen, den er mir bei seinen Weihnachtswünschen für mich geschrieben hat: „Heute ist Weihnachten. Ein Fest der Freude. Uns ist der Heiland geboren. Halleluja! Ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Ach gäbe es doch auch Frieden. Dies wünsche ich Dir lieber Freund vom ganzen Herzen.“ „Ach, gäbe es doch auch Frieden!“ Höre ich diesen alten Mann vielleicht tief seufzen? Ich höre aber auch: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. […] Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ (Joh 1,1-2.14)

Achte das kleine Licht in deinem Leben, denn es ist Gott: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erkannt.“ (Joh 1,4-5) Schwestern und Brüder! Ein Leitgedanke wollte uns in diesem halben Arbeitsjahr begleiten: „Licht auf unserem Weg“. Es mag sein, es kann sein, dass es so manche Finsternis auf deinem Lebensweg oder vielleicht auch noch geben könnte. Ich habe eine großartige Botschaft vom Kind in der Krippe für dich, und das vermittelt uns ein Gospellied „This little light of mine – Am gonna let it shine.(2x) Let it shine! Let it shine! Let it shine! (2) Everywhere I go. Am gonna let it shine. (2x) Let it shine! Let shine! Let it shine! Bitt achte auf die kleinen Lichter auf deinem Lebensweg, denn sie sagen dir, dass der Gott Jesu Christi mit dir – ja, gerade mit dir – auf dem Weg ist. FROHE WEIHNACHTEN!

CHRISTMETTE: 2023-12.24

CHRISTMETTE 2023-12-24

KERNBOTSCHAFT: Weihnachten ist fürwahr ein Fest des Friedens trotz aller Kriege dieser Welt.

„Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ So sangen die Engel bei einem großen himmlischen Chor. Doch nicht nur die Engel. Auch nicht nur der himmlische Chor! Aus diesem kleinen Land Österreich ein Universalgenie hervorgegangen, der ganzen Welt ein denkwürdiges Erbe hinterlassen hat. Seine erbauliche und ermahnende Botschaft gilt nicht nur uns, die wir hier sind in dieser Nacht, sondern vor allem allen Menschen, die sich in den kleinen und großen Kriegen befinden, und in deren Leben es sehr dunkel geworden ist. Ich spreche von Wolfgang Amadeus Mozart

„Leise erklingen Glocken der Liebe für die Menschen auf dieser Erde. Und sie ertönen in allen Ländern überall, wo Menschen sind. Völker der Erde reicht euch die Hände! Lasset uns singen und Hoffnung euch bringen! Für den Frieden auf unsrer Welt.“

Liebe Schwestern und Brüder! As ich vor vielen Jahren bei einem gemischten Chor dieses fantastische Lied mitgesungen habe, habe ich zu mir voller Überzeugung gesagt, weil es in mir instinktiv eine gewaltige Resonanz gefunden hat: „Es ist wahr! Es stimmt! Das sollen alle Menschen und alle Länder tun: sich die Hände reichen!“ Heute mehr denn je ist diese Botschaft des weltberühmten Österreichers nicht verklungen und bedeutungslos! Ja, „Lasset uns singen und Hoffnung euch bringen! Für den Frieden auf unsrer Welt!“

Das ist die Frohbotschaft in dieser Heiligen Nacht! Gott traut es uns allen Menschen guten Willens zu, dass die Völker der Erde einander die Hände reichen können. Gott, der in Jesus Mensch geworden ist, traut es uns zu, dass wir einander die Hände reichen können und sollen.

Möchtest DU mit mir diesen Traum von Mozart träumen? Möchtest DU mit mir den Mensch gewordenen Gott anflehen, dass es gut gelingen möge, dass sich die Völker der Erde die Hände reichen? Mehr weiß ich nicht in dieser Heiligen Nacht zu verkünden!

KRIPPENLEGUNG: 2023-12-24

KRIPPENLEGUNG DER PFARRE STARCHANT: 2023-12-24

KERNBOTSCHAFT: Weihnachten feiern, heißt spüren und wissen, dass Gott das Licht seiner Liebe in unserem Leben entzündet hat.

Liebe Kinder, liebe Jugend, liebe Eltern und Großeltern, Schwestern und Brüder im göttlichen Kind im Stall zu Bethlehem!

Nichts kann echter, nichts wahrer, und, nichts schöner, als das, was DU tief in DIR in diesem Augenblick und in dieser Gottesdienstversammlung spürst.

Eine unfassbare und dennoch spürbare Liebe liegt in der Luft, aus der niemand – buchstäblich niemand – ausgeschlossen ist, und, sein soll.

„Licht-Wege“: Gerade dieses Leitwort sagt uns, dass Gott in und um uns ist und leuchtet uns auf unseren Lebenswegen. In der Schule, in der Familie, am Arbeitsplatz, in unseren Freundes- und Bekanntenkreisen, und nicht zuletzt in der kirchlichen Gemeinschaft. Vielleicht erlebst DU es nicht immer so, dennoch ist der Gott Jesu Christi da – immer da!

„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ Das ist Weihnachten!

„Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll.“ Das ist echt Weihnachten!

„In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.“ Weihnachten heißt für uns: Warten auf die Stunde Gottes und die Hoffnung nicht aufgeben.

In diesem Sinn wünsche ich euch allen zusammen mit euren Familien, FROHE WEIHNACHTEN!

VIERTER ADVENTSONNTAG (B): 2023-12-23

VIERTER ADVENTSONNTAG (B): 2023-12-24

KERNBOTSCHAFT: Angstfrei glauben, weil Gott die Quelle der Hoffnung ist.

Worte in die Tiefe: Gemeinsam haben wir diese Predigt vorbereitet bei unserer letzten Pfarr-Bibelrunde des Jahres und es ist uns ein großes Anliegen, mit euch einige hoffnungsvollen Leitsätze für den Weg zur Krippe, wo das große göttliche Wunder auf uns wartet. „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“ „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“ „Denn für Gott ist nichts unmöglich.“ „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“

Die vorweihnachtliche Frohbotschaft: Es sind ungemein viele Symbole der Hoffnung in dieser dramatischen Begegnung. Der Himmel öffnet sich, berührt zutiefst das irdische Leben und nimmt es in Anspruch für etwas überraschend Großartiges. „Du bist die Begnadete“ ist wohl voller Bedeutung und sagt aus, dass sich etwas ungeahnt Wunderbares auf Entfaltung wartet in Maria. Gott hat immer seine Möglichkeiten für uns Menschen. Doch unsere Art zu sein in dieser Welt ist oft verwickelt mit Angst, sodass sich Gottes Heilswille nicht durchsetzen kann. Ja, die existenzielle Angst erlaubt es nicht, dass Gottes Liebe in uns wächst. Wir glauben, dass wir zu kurz kommen würden, würden wir uns auf die Unberechenbarkeit Gottes verlassen. Was bedeutet aber sonst Gottes Unberechenbarkeit anders, als dass EINER da ist, der uns Kraft gibt? Das bringt wohl der Satz zum Ausdruck: „Die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“. Ein gewaltiges Bild für Gottes Gegenwart, die Schutz, Geborgenheit, Sicherheit und Orientierung gibt mitten in allen Unsicherheiten und Ängsten. Wenn die Kraft von oben Maria überschattet, bringt dies das Urwesen Gottes deutlich zum Ausdruck: Barmherzigkeit, die göttliche Mütterlichkeit. Gerade dieses Bild erinnert uns an die Wolke beim Durchzug der Israeliten durch die Wüste, wo sie vor ihnen hergezogen war. Sie wurden zu einer neuen Heimaterfahrung angeleitet, zu einer neuen Lebensqualität.

FORTSETZUNG DER WORTBEGLEITUNG DES PRIESTER-SEELSORGERS.

VIERTER ADVENTSONNTAG (B): 2023-12-24
VIERTER ADVENTSONNTAG (B): 2023-12-24
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ZWEITER SONNTAG DER OSTERZEIT: 2023-04-16

ZWEITER SONNTAG DER OSTERZEIT: SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT. WEISSER SONNTAG. 2023-04-16

KERNBOTSCHAFT: Im christlichen Glauben geht es stets um den Sieg der göttlichen Barmherzigkeit.

Wir orientieren uns neu in unserem Glauben: Heute wurde und wird der „Weißer Sonntag“ genannt, weil die Menschen, die in der Osternacht getauft wurden ihr weißes Gewand bis zum ersten Sonntag nach Ostern getragen haben. Wenn heute die Erstkommunionkinder weiße Kleider tragen, so ist das ein Zeichen für die neue Würde, die uns allen in der Taufe geschenkt wurde. Gerade diese geschenkte Würde feiern und erfahren wir in der Eucharistie. Am 30. April 2000, bei der Heiligsprechung von Sr. Faustyna Kowalska erklärte Papst Johannes Paul II. während seiner Predigt diesen Sonntag zu einem liturgischen Fest, zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, für die weltkatholische Kirche. Der Papst wollte die Worte Jesu an Sr. Faustyna in die Realität umsetzen, die sie selber festgehalten hat: „Meine Tochter, verkünde der ganzen Welt meine Barmherzigkeit! Ich wünsche, dass das Fest meiner Barmherzigkeit eine Zuflucht werde für alle Seelen, insbesondere für die armen Sünder. An diesem Tag werden die tiefsten Tiefen meiner Barmherzigkeit für alle geöffnet werden.“ Wie schön ist es, zu erfahren, dass die Barmherzigkeit Jesu eine Zuflucht werden soll für alle Seelen, insbesondere für die armen Sünder*innen. In der Präfation des Hochfestes vom Heiligsten Herzen Jesu heißt es: „Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles.“ Die sieben Sakramente der Kirche haben ihren Sitz im Leben im barmherzigen Herzen Jesu Christi. Somit ist die Barmherzigkeit das ultimative Gesetz in der Kirche.

Das Bild der „verschlossenen Türen“ und die göttliche Barmherzigkeit: bei meiner Meditation hat mich dieser eine Satz im Evangelium ganz besonders berührt: „Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!“ Ich verstehe gerade diesen Ein- und Zutritt des auferstandenen Herrn durch „verschlossene Türen“ im Sinnzusammenhang mit der göttlichen Barmherzigkeit. Zuerst sagt er mir, dass die göttliche Barmherzigkeit viel größer und mächtiger ist, als irgendein verschlossenes oder verstocktes Herz. Gerade in diesem Glauben liegt eine enorme Entlastungskraft gegenüber offensichtlich weitverbreiteter Frustration in der Seelsorge. Andererseits, wie wichtig ist es, sich darauf verlassen zu können, dass die Barmherzigkeit des auferstandenen Jesus unermesslich größer ist, als unsere Vorstellungen und Anstrengungen! Die göttliche Barmherzigkeit ist auch dort, wo sich Menschen, die mit der Kirche abgebrochen haben, für Notleidende einsetzen. Ich finde, dass es unbedingt zur Weltoffenheit der Kirche gehört, dem Guten und Schönen, das außerhalb der Kirche geschieht, Raum zu geben bei der Eucharistiefeier, denn sie heißt ja Danksagung. Es gehört also zu unserem Glauben an die Auferstehung Jesu Christi mit dazu, dass wir fest daran glauben, dass die göttliche Barmherzigkeit mitten in unserer Welt am Werk ist.

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