Sonntagsdienste in Starchant
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BIBEL LESEN - SONNTAG FEIERN - IMPULSE MITNEHMEN
WORT-BEGLEITUNG in der SEELSORGE (Priester-Seelsorger Fabians Predigten)

Sonntäglich (wöchentlich) und zu den Hochfesten teile ich gern mit DIR/Ihnen spirituelle Impulse über das WORT GOTTES, basierend auf den den vorgegebenen Schriftlesungen. Lesen Sie dazu die untenstehenden Artikel!
Ihr/Euer Pfarrmoderator Ndubueze Fabian Mmagu

SONNTAG DER BARMHERZIGKEIT: 2026-04-12

ZWEITER SONNTAG DER OSTERZEIT (A): 2026-04-12

SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT

KERNBOTSCHAFT: Die Zukunft der Kirche liegt in der Grunddynamik des Anfangs nach der Auferstehung Jesu Christ.

Das Herzstück christlich-katholischer Identität ist in den Anfänge grundgelegt: In Zeiten größter Verwirrungen und existenzieller Unsicherheiten sind wir in unserer christlichen Identität sehr gefragt. Ob man uns nun direkt fragt oder nicht, wir müssen uns das Bewusstsein bewahren und ausleben, dass wir für die Welt unverzichtbar sind. Denn die alte Frage von Johann Wolfgang Goethe in seiner „Faust“ ist aktueller denn je: „Das ich begreife, was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Was schenkt wirklich der Welt und ihren Menschen einen Halt? Ich wage die Behauptung, dass wir Christinnen und Christen der weitverbreiteten Orientierungslosigkeit eine gute Abhilfe leisten können durch unsere Glaubenspraxis. Denn wir begegnen in der Lesung aus der Apostelgeschichte den wesentlichsten Inhalten christlicher Identität. Das sind: Festhalten an der Lehre der Apostel (die apostolische Tradition, die Lehre der Ursprünglichkeit), Gemeinschaftsbildung, des Brechen des Brotes (das jesuanische Erbe), Gebete, Caritas (sich kümmern um die Menschen in Not), Hauskirche und Agape (Mahlgemeinschaft in Freude und Lauterkeit des Herzens). Gerade diese Seele des Christentums braucht dringend unsere Welt. Zu den ernsthaft Suchenden sage ich: Wer suchet, der findet! Ich darf wohl behaupten, dass wir in unserer Pfarre darum sehr bemüht sind. Nach oben ist immer noch Luft!

Mitten in allen Formen der Entmutigung Raum schaffen für den auferstandenen Christus: Schwestern und Brüder bei unserem Zeugnis von der Auferstehungswirklichkeit müssen wir jedoch aufpassen, dass wir nicht in die Gefahr der Selbstgenügsamkeit geraten. Deshalb gilt für uns diese Worte der Ermutigung des Apostels Petrus, der selber wusste, real die Glaubensmüdigkeit sein kann: „Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es auch für kurze Zeit jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet.“ Er appelliert an ihre Standhaftigkeit im Glauben, damit sie wie Gold werden, das im Feuer geprüft wurde. Darum kommen wir um die Aufgabe nicht herum, unseren Glauben stets genauer anzuschauen, uns selber und als Gemeinde Rechenschaft zu geben und gleichzeitig auch zuzulassen, dass es lange Zeiten der Unsicherheit, des Zweifels, ja sogar des Unglaubens geben kann. Der Thomas lebt nämlich in uns allen, ob klein oder groß. Große Ermutigung soll jedoch der Blick auf den auferstandenen Jesus Christus sein, der seinen Aposteln ihre Angst genommen hat durch ein beruhigendes zweifaches Grußwort: „Friede sei mit euch!“ Indem er seine eigene Sendung mit der seiner Apostel vergleicht, vermittelt er ihnen die Hoffnung, dass Gott zu ihnen allzeit beistehen wird, genauso wie er selber diesen Beistand erlebt hatte. Es ist an dieses hoffnungsvolle Bewusstsein, das uns unser Tagesgebet bereits erinnert hat: „Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wir mächtig dein Geist, aus dem wir wiedergeboren sind, und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.“ So schön ist unser Auferstehungsglaube!

OSTERMONTAG (A): 2026-04-06

OSTERMONTAG (A): 2026-04-06

KERNBOTSCHAFT: Dass wir Raum schaffen für die hohe existenzielle Bedeutung der Osterbotschaft mitten im Alltag bei unseren Sinnfragen.

Das Fest österlichen Begegnung: Mitten in meiner mehrfachen Nachdenklichkeit habe ich mir erlaubt, diesen Ostermontag gerade inmitten von unsäglichen Turbulenzen unserer Welt und zunehmenden Desorientierungen im privaten Leben, das Fest der österlichen Begegnung zu nennen. Wie meine ich es eigentlich? Wir alle tragen viele oder manche Fragen tief in unseren Herzen, auf die wir nicht leicht angemessene Antworten finden. Wir tragen Lebensträume und Hoffnung in uns, die nicht in Erfüllung gehen. Frustration und Verzweiflung können unsere Wegbegleiterinnen sein. Wir hätten die Möglichkeit, entweder uns einzuigeln und aufzugeben oder in einem Gespräch mit Menschen und Gott hilfreiche Antworten zu suchen. Hierzu passt ganz genau der Weisheitsspruch des jüdischen Philosophen Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Eine solche Begegnung könnte auch mit einer Fremdengestalt stattfinden. Denn trotz allen populistischen fremdenfeindlichen Lebenseinstellungen, können wir nie genau wissen und sagen, wen Gott uns in bestimmten Situationen vorbeischickt und ein Knopf würde uns in einem offenen Dialog aufgehen. Das ist die existenzielle Bedeutung der Erfahrung der beiden Emmausjünger auf ihrem Weg. Jene Fremdengestalt, die Jesus, der Auferstandene war, könnte uns in jedem Menschen begegnen. Wollen wir das aber?

Die Eucharistie ist die sakramentale Erkenntnis der Liebe Jesu Christi: Insofern Gott unsere offenen Sinnfragen in den Begegnungen mit allen Menschen beantworten kann, ist Er doch selber die eigentliche Antwort, die wir brauchen und suchen. Wie schön spielte sich doch die Heilsdramatik zwischen den beiden Emmausjüngern und der plötzlich auftauchenden Fremdengestalt ab. Hebammenhaft für sie die beiden in den Sinn der Schrift ein, das heißt in die Geschichte des Heilsmysteriums, die Gott in seiner unbegreiflichen Liebe voraus- und festbestimmt hat. Hier ist allerdings der Höhepunkt der ganzen spannenden Begegnung: Es ereignete sich ein neues Erkennen, eine neue Sinnfindung, ein neuer Trost, eine neue Lebensorientierung und ein neues Gottvertrauen in der unmittelbaren Gegenwart des Auferstandenen beim Brotbrechen. „Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn.“ (Lk 24,30-31) Das ist das wunderbare Geheimnis der Eucharistie! Jesus kann Dir bei der Begegnung in der Eucharistie die Augen öffnen, damit Du sehen kannst und zu einer neuen und vertieften Erkenntnis Deines Lebens und der Liebe Gottes gelangst. Vertiefe darum Deine Liebe zur Eucharistie!

OSTERSONNTAG (A): 2026-04-05

FAMILIENGOTTESDIENST AM OSTERSONNTAG (A): 2026-04-05

GRUNDORIENTIERUNG: „Sei im Vertrauen

ERÖFFNUNG:

(Priester singt): „Auferstanden ist der Herr. Hallelu-ja, Halleluja, Hallelu-ja!!!

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN ZUSAMMEN MIT EUREN FAMILIEN UND DEN MENSCHEN, DIE EUCH NAHE STEHEN: FROHES OSTERFEST!

Ja, liebe Kinder, liebe Schwestern und Brüder im auferstandenen Christus! Darum sind wir alle hier und wollen eine Hoffnung feiern, die von Gott kommt. Mit den Kindern bekreuzigen wir uns im Namen des dreifaltigen Gottes…

 

EINFÜHRUNGSGEDANKEN:

Ostern zu feiern, das bedeutet, Zuversicht zu haben, dass Gott in unserem Leben und in unserer Welt aktiv ist; es heißt, Freude und Hoffnung zu haben, weil Gott zum Menschen steht, den er nach Seinem Bild erschaffen hat, in den ER Seinen Atem eingehaucht hat. Ostern feiern, das bedeutet, in das Gottvertrauen hineinzuwachsen. Weil ich mich sehr stark angesprochen fühlte, gebe ich euch folgende Worte unseres Erzbischofs Josef Grünwidl gleich weiter:

„Ostern ist für mich ein Fest gegen die geistige und geistliche Schwerkraft, die uns nach unten ziehen will. Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu Ostern neue Hoffnung schöpfen und einen inneren Aufbruch erleben können. Lassen wir uns von negativen Erfahrungen, Horrormeldungen und Problemen nicht entmutigen. Feiern wir zu Ostern gemeinsam den Auferstandenen, und schauen wir zuversichtlich nach vorne und auf Gott, der stärker ist als Sünde, Hass, Gewalt und Tod. Er hat das letzte Wort und sein Wort für uns heißt: Leben, ewiges Leben!“

OSTERNACHTSLITURGIE (A): 2026-04-04

OSTERNACHTSLITURGIE (A): 2026-04-04

KERNTBOTSCHAFT: In der Auferstehung Jesu Christi liegt die unberechenbare Kraft christlicher Lebenserneuerung wie auch der Erneuerung der Kirche.

„Christus, das Licht!“: So hat der Priester ausgerufen, als er die Prozession in die Kirche anführte, die Osterkerze in seinen Händen hochhaltend. Das Volk Gottes antwortete inbrünstig mit „Deo gratias! – Dank sei Gott!“ Dann fing die Heilsdramatik an, sich in dem Osterlob und in den biblischen Erzählungen vor unseren inneren Augen zu entfalten. Der alle Anfang war ja, dass der erhabene Gott sich in Seiner überfließenden Liebe in diese Welt eingelassen und daraus Seine Schöpfungsordnung gemacht hat. Das hat allerdings große Konsequenzen für die Gestalt dieser Welt, vor allem aber für die Menschen aller Generationen. Die Sünden und die Bosheiten der Menschen können unmöglich diese Liebe Gottes zerstören noch besiegen. Darum begehen wir diese Nacht. Es ist die Nacht des Machterweises Seiner Liebe. Jedem und jeder von uns wurde im Osterlob zugemutet: „Oh welchen Erlöser hast du gefunden!“ Schwestern und Brüder! Diese Osternacht ist allzu persönlich, als würden wir sie wie eine alljährliche Routine betrachten! Nein, nein, nein! Du bist mitten drin. Ich bin mitten drin.

Mitten im Alltag beginnt unsere Auferstehung: Wie kann sich die Auferstehung in Deinem Leben ereignen? Mir kam bei meiner Vorbereitung ein neu-alt-geistliches Lied in den Sinn, das ich Dir ganz persönlich ans Herz legen möchte. „Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Stunden werden eingeschmolzen, und ein Glück ist da. Manchmal feiern wir mitten im Wort ein Fest der Auferstehung. Sätze werden aufgebrochen, und ein Lied ist da. Manchmal feiern wir mitten im Streit ein Fest der Auferstehung. Waffen werden umgeschmiedet, und ein Friede ist da. Manchmal feiern wir mitten im Tun ein Fest der Auferstehung. Sperren werden übersprungen, und ein Geist ist da.“ (Lobpreis 1999) Ja, Auferstehung geschieht dort, wenn Gottes Gnade, wenn Seine befreiende Liebe dich und mich findet. Dort und in uns geschieht die Auferstehung, wenn die Ketten unserer hochmütigen Selbstgenügsamkeit und Selbstbeweihräucherung brechen, weil Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, zum zentralen Inhalt unseres Lebens geworden ist. Auferstehung geschieht immer dann, wenn wir in unserem Leben Raum schaffen, damit der Geist Gottes, der Geist des verherrlichten Christus, drinnen wohnen und uns führen kann. Dann erhärtet sich der umfassende Sinn des Liedes, welches wir bei der Auferstehungsprozession singen werden. Wünschen wir einander nochmals ein frohes Osterfest mit diesem schönen kurzen Lied: „Christ ist erstanden. Ha-lle-lu-ja! Christ ist erstanden. Hallelu-ja!“ (Gesungen!)

LITURGIE ZUM KARFREITAG (A): 2026-04.03

LITURGIE ZUM KARFREITAG (A): 2026-04-03

KERNBOTSCHAFT: Alle Sinnlosigkeitserfahrungen unter den Menschen finden im Kreuz Jesu die Antwort Gottes.

Umgang mit menschlichem Leid: Ich habe es mir erlaubt, mit euch meine gefühlte Ohnmacht, meine Verzweiflung und meine Wut zu teilen. Es ist mir aber auch sehr wichtig, mit euch meine christliche Hoffnung zu teilen. Eine wiederkehrende Frage bei mir in den letzten Monaten und Jahren ist: Wie viel Schmerz, Scheitern, Gehässigkeit, Leid und Tod braucht und erträgt noch unsere gemeinsame Welt? Das heißt, wenn wir überhaupt daran glauben, dass sie unsere gemeinsame Welt ist. Der deutsche Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut Joachim Bauer hat einem seiner vielen Bücher den aussagekräftigen Titel gegeben: „Schmerzgrenze“. Wo sind denn wirklich die Schmerzgrenzen bei den Menschen dieser Welt? Genauso hochinteressant ist ein weiterer Titel seines Buches: „Fühlen, was die Welt fühlt“. Ich fühle, was die Welt fühlt und kann nicht anders! Ohne die Bedeutung der Empathie ist das Überleben der Menschheit schwer vorstellbar! Unserer Schmerzgrenze und der von Millionen Menschen müssen wir das Geheimnis des Kreuzes entgegenhalten.

Der Gott am Kreuz, hinter dem Kreuz und über dem Kreuz: Ich möchte uns die originelle Theologie des Kreuzes bei Paulus in Erinnerung rufen: „Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.“ (1 Kor 1,21-25) Mit meinen Schmerzgrenzen und mit Euren können wir von Paulus das erlösende Geheimnis des Kreuzes erkennen und im ihm Lebenskraft schöpfen. Hören wir folgende Worte des Apostels: „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird.“ (2 Kor 4,7-11) Und mitten in diesen Zumutungen ist es Jesus selber, der uns eine unverlierbare und geheimnisvolle Kraft zugemutet hat: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32) Liebe Schwestern und Brüder! In allen unseren unterschiedlichsten „Schmerzgrenzen“ mögen wir die persönliche Beziehung zu Jesus, dem Gekreuzigten, nicht verlieren. Es klingt wohl nach einem Testament von mir.

LITURGIE AM GRÜNDONNERSTAG (A): 2026-04-02

LITURGIE AM GRÜNDONNERSTAG (A): 2026-04-02

KERNBOTSCHAFT: Das Unerhörte ist das größte Geheimnis unseres Glaubens.

Auf die leibhaft-leidenschaftliche Liebeshingabe kommt es im Leben an: Wir sind besonders heute – wie jedes Jahr – an diesem Gründonnerstag dazu eingeladen, über das Geheimnis der Eucharistie nachzudenken, in dieses erhabene Geheimnis der göttlichen Liebe einzutauchen. Diese Botschaft können wir aber nur mit dem Herzen verstehen, denn es bleibt unserem Verstand und unserem Zugriff entzogen. Wir können uns nur von ihm ergreifen lassen. Bedenken wir den heilsgeschichtlichen Hintergrund der Gründung dieses erhabenen Sakramentes: „Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen.“ Was wird nun das Bleibende von ihm in dieser Welt für die Menschen, die er um sich gesammelt hat? Er weiht sie in seine unvergängliche Liebe ein: „Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.“ Lassen wir uns doch von dieser tiefsten Tiefe dieser Aussage berühren! „Die Seinen, die in der Welt waren, liebte er bis zur Vollendung“. Das übersteigt unendlich unsere Vorstellungskraft! Allem, was mit unserem In-der-Welt-Sein zusammenhängt, trotzt diesem einzigartigen Liebesakt Jesu. In Seiner Liebe vollzieht sich unsere Vollendung, obwohl wir noch in dieser gebrechlichen Welt sind. In Seiner Liebe wird unsere Vollendung vorweggenommen.

Dass wir werden, was wir im Sakrament der Eucharistie empfangen: Hören wir diese Worte des heiligen Augustinus bei der Feier des Fronleichnams: „Seid das, was ihr seht, und empfangt, was ihr seid, der Lieb Christi!“ Der Gründonnerstag bringt anschaulich zum Ausdruck, was die Liebe Gottes mit uns macht. Wo die Wandlung geschieht, wird die Liebe Christi zur Arznei für unsere Seele und es umarmen sich Himmel und Erde. Das ist die eucharistische Spiritualität. Es passiert aber auch etwas Wesentliches, das wir nicht aus dem Blick verlieren dürfen: Wir selber werden in die Wirklichkeit Gottes hineinverwandelt, auf dass wir zum Heilmittel für andere wie für die Welt werden. Das tiefsinnige Lied aus dem Gotteslob (Nr. 210) bringt es so schön zum Ausdruck: „So gab der Herr sein Leben, verschenkte sich wie Brot. Wer dieses Brot genommen, verkündet seinen Tod. Wer dies Geheimnis feiert, soll selber sein wie Brot; so lässt er sich verzehren von aller Menschennot.“ So ist die Eucharistie die Quelle der Nächstenliebe schlechthin, denn in ihr handelt es sich um die bedingungslose Lebenshingabe Jesu Christi. Werden wir also eucharistische Menschen! Werden wir wie Jesus in seiner Selbsthingabe!

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