| PALMSONNTAG (B): 27.03.2021 |
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PREDIGT ZUM PALMSONNTAG 2021-03-28 KERNBOTSCHAFT: Wir müssen in das große Geheimnis der Leidensgeschichte Jesu eintauchen, um Gott mitten in dieser leidbedrückten Welt noch mehr lieben zu können. Gedächtnis des Leidens: Der deutsche Theologe und Erfinder der >>Politischen Theologie<< hat ein renommiertes Buch mit dem vielaussagenden Titel geschrieben: „Memoria Passionis. Ein provozierendes Gedächtnis in pluralistischer Gesellschaft“. In unserer Gesellschaft des Unschuldswahns ist es vielen Menschen nicht genehm, dass und wenn >>Gedenkfeiern<< abgehalten werden. Sie >>rütteln das Gewissen und machen den Menschen, die nichts dafür können, Schuldgefühl<<. Wir begehen aber heute ein solches Leidensgedächtnis. Dennoch nicht um des Leidens willen! Wir begehen den Einzug Jesu in seine Leidensgeschichte, in der wir unsere Erlösung finden. Wir denken über einige Auswahltexte nach: „Und viele breiteten ihre Kleider auf der Straße aus“: HEUTE, und das will heißen, in unseren Tagen, haben wir, die Vielen – Christinnen und Christen – nicht unsere Kleider, sondern vielmehr unsere Herzen auszubreiten, wie schon der Prophet Ezechiel eingemahnt hat, damit der Messias, der Erlöser, einzieht: „Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider!“ „Nehmt, das ist mein Leib. Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird“: Das ist die höchste Form, wie Jesus, der HERR, Einzug in unsere Herzen findet; ER in uns, wir in ihm, und ER durch uns in unsere Welt. Groß und über allem erhaben ist dieses Geheimnis! Geheimnis des christlichen Lebens! „Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen“: Galiläa war ein blühendes und sprudelndes Zentrum und Jesus, der Auferstandene, zieht seine Apostel und alle seine Jünger*innen dorthin, wo sich das Leben abspielt. „Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachgehen“: Jesu Nachfolge in schwierigen Situationen ist niemals leicht. Doch, gibt es Menschen, die spüren, dass sie gemeint sind und Jesus unter allen Bedingungen nachfolgen; Menschen, die ihre Herzen ausbreiten – für Jesus. Oft sind es einfache, unauffällige Menschen, wie dieser junge Mann in der Passionsgeschichte. „Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazareth zusammen. Doch er leugnete es“: Herzen, die sich für Jesus ausbreiten, leugnen ihn nicht in schwierigen Lebensumständen. Was sie tun, zeigt uns der Hauptmann. „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn“: Da geschieht ein starkes Glaubensbekenntnis aus einem einmaligen intuitiven Erkennen. Das Christentum, die Kirche Jesu Christi, braucht lebendige und angstlose Bekenner*innen; Menschen, die Zeugnis für das Leben ablegen. |
| FÜNFTER FASTENSONNTAG (B): 2021-03-21 |
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FÜNFTER FASTENSONNTAG (B): 2021-03-21 KERNBOTSCHAFT: Sich auf Ostern zuzubewegen, heißt sich dem Herzen Jesu zu öffnen. „Heilfroh“ zu sein, das ist die Grundhaltung des Christseins: Der Prophet Jeremiah ist normalerweise nicht zimperlich in seinen oft aufrüttelnden Worten an das Volk Israel. Gegenüber den Priestern auch nicht. Manches Mal habe ich schon persönlich den Spiegel gebraucht, den er Priestern vorgehalten hat! Jeremiah ist jedoch in allem ein Prophet der guten Hoffnung. Ein Künder der göttlichen Wende. Der Text von ihm heute, an der Schwelle zum Osterfest, ist geradezu voller Zärtlichkeit. Das ist zuerst das starke Bild des An-der-Hand-Nehmens. In diesem wunderbaren Bild führte Gott das Volk Israel aus dem Land der Unfreiheit heraus. Einen Menschen an die Hand nehmen, bedeutet, diesem Menschen aufhelfen, ihn aufrichten. Denken wir an unsere eigene Alltagssprache, wenn es heißt: Einem Menschen unter die Arme zu greifen! Dem Propheten Jeremiah ist es wichtig, dass das Volk weiß und versteht, dass die Beziehung zu Gott eine Herzensangelegenheit ist. Seine von Gott erhaltene Botschaft lautet deshalb: „Ich habe meine Weisung in ihre Mitte gegeben und werde sie auf ihr Herz schreiben. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Volk sein.“ Der Prophet leuchtet uns schon auch ordentlich heim, wenn er verkündet, dass Gott noch vor den Seelsorgerinnen und Seelsorgern bei den Menschen tief in ihren Herzen ist. Alle direkt in der Seelsorge Tätigen haben nach Jeremiah ausschließlich eine Erinnerungsverantwortung. Das geht aus folgenden Zeilen hervor: „Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den HERRN!, denn sie alle, vom Kleinsten bis zum Größten, werden mich erkennen.“ Allein Gottes zuvorkommende Liebe bewirkt diese tiefe Erkenntnis: „Denn ich vergebe ihre Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.“ Diese zuvorkommende göttliche Liebe ist uns aber in Jesus Christus unwiederholbar und uneinholbar geschenkt worden. Davon erzählt uns der Hebräerbrief: „Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schrein und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht.“ Und was haben wir davon? Jesus „ist für alle, die ihm gehorchen der Urheber des ewigen Heils geworden“. Darum sind Christen*innen >>heilfrohe<< Menschen. Sind sie es denn wirklich? Heilfroh im gekreuzigten Jesus: Wir haben einen Grund zu unserer Heilfröhlichkeit, der nicht unbedingt leicht ist, aber tragfähig. Dieser Grund ist Jesus selbst, der diese tiefsinnigen Worte zu uns spricht: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ Das ist der unbezahlbare Wert des Kruzifixes in dieser Welt! Kein Mensch mehr, der auf den Gekreuzigten schaut, bleibt allein im eigenen Leid. Kein Mensch mehr stirbt in der Einsamkeit, weil der gekreuzigte Jesus ihn zu sich zieht. Ich kann mit dieser Zuversicht leben. Die muss ich mir jedoch zuerst einmal aneignen! Christliche Spiritualität heißt, dass wir stets unseren Blick auf Jesus richten, und zwar, wie Paulus schreibt, als den Gekreuzigten (1 Kor 1,23). Er ist „das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung“ (1 Kor 2,7). Darum können und dürfen wir heilfroh sein, trotz allem. |
| VIERTER FASTENSONNTAG (B): 2021-03-14 |
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VIERTER FASTENSONNTAG (B): 2021-03-14 KERNBOTSCHAFT: Liebe ist die Antwort auf die Frage unserer Erlösung und unseres Menschseins. Liebende und rettende Antlitze: „HERR, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen“ (Ps 80,20). Dreimal kommt dieses hoffnungsvolle Gebet im Psalm 80 vor. Ja, es gibt das Angesicht unter uns Menschen, das eine heilende Wirkung hat. Es gibt Liebe auf den ersten Blick und eine solche Liebe wie auch der Blick, dem sie auffällt, haben nichts mit einer kurzlebigen Schönheit zu tun. Eine solche Liebe ist einfach im Raum und erfasst unausweichlich das Gegenüber. Diese Liebe kann sich unmöglich auf eine Mann-Frau-Beziehung beschränken! Es geht um eine Liebe, deren spürbare Gegenwart einem jeden Menschen gut tut. Über diese Liebe sagt uns der Apostel Paulus, dass sie die größte unter den drei göttlichen Tugenden von Glaube, Hoffnung und Liebe ist (1 Kor 13,13). Im 1. Johannesbrief wird uns verkündet, dass Gott die Liebe ist (1 Joh 3,8). In der Liebe und durch die Liebe sind wir erlöste Menschen: Es müsste an einem Hohn grenzen, Menschen, die die Erfahrung der Liebe nicht gemacht haben und ihr Lebenslang eine solche seelische Wunde herumtragen müssen, zu sagen, dass die Liebe die höchste Wirklichkeit in dieser Welt ist. Für solche Menschen und für uns alle heißt es aber im heutigen Evangelium: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16). Ich stelle nun eine sehr persönliche Frage an DICH: Was macht Gottes Lieb mit DIR? Gleichzeitig in der umgekehrte Richtung: Was machst DU mit Gottes Liebe? Nun möchte ich in unserer aller Seelenlandschaft herumwühlen: Jede Opfer- beziehungsweise Sühnetheologie, die ihre tiefen Wurzeln nicht der Wirklichkeit der unverdienten Liebe Gottes hat, muss als eine Mogelverpackung verstanden werden! „Glaubhaft ist nur die Liebe“, betitelte Hans Urs von Balthazar eines seiner vielen Bücher. Für unsere gesunde Spiritualität heißt es überdeutlich im Evangelium: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (V. 17). Uns wird deshalb gesagt, worin die wahre christliche Freiheit sowie die Wirklichkeit der Erlösung liegt: „Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat“ (V. 18). Immer wieder frage ich mich schon: Warum sind wir nicht deutlich Menschen der Hoffnung, der Zuversicht, der Freiheit und der ansteckenden Freude? Ich erkenne zugleich in unserer Stelle im Evangelium das größte Problem der Christen*innen und unserer Menschheitsfamilie: „Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse“ (V. 19b). |
| DRITTER FASTENSONNTAG (B): 2021-03-07 |
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DRITTER FASTENZEIT (B): 2021-03-07 KERNBOTSCHAFT: Die Zehn Gebote sind Gottes ureigenes Programm für Freiheit und Frieden unter den Menschen. Gottes Eifersucht ist seine Liebe und Heilswille für uns Menschen: „Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“ Das ist die existentielle Wurzel der Zehn Gebote, die ebenfalls sehr existentiell sind. Wem das Verständnis der Zehn Gebote schwer fallen würde, dem würde ich sie in einer Kurzformel so erklären: Sie sind Gottes ureigenes Programm für wahre Freiheit und nachhaltigen Frieden unter den Menschen. Sie sind ein göttliches Programm für die Dankbarkeit, denn die Dankbarkeit verpflichtet. Ich habe eine Eselsbrücke zu den Zehn Gebote aus der zeitgenössischen Weltliteratur in einem Buchtitel des deutschen Liedmachers und Poet Konstantin Wecker gefunden: „Dann denkt mit dem Herzen!“ Dieses Buch ist im Jahr 2016 im Kontext der erhitzten Flüchtlingsdebatte geschrieben worden. Mit dem Herzen zu denken, bedeutet für mich, dass wir umfassend fühlen. Die Bedeutung des >>Denkens mit dem Herzen<< hatte der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascale richtig erkannt, als er den tiefsinnigen Gedanken formulierte: „Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.“ Dazu gehören Erinnerungen an Erfahrungen und aus Prägungen. Allgemein, aber doch vor allem in der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie weiß man von der großen und entscheidenden Bedeutung von Frühprägungen. Solche Prägungen enden jedoch keineswegs mit den ersten drei Jahren eines Lebens. Sie formen unsere Einstellungen und Persönlichkeiten nachhaltig, begleiten uns lebenslang und fordern von uns eine Stellungnahme. So beruhen die Zehn Gebote auf dem Fundament einer einmaligen historischen Lebenserfahrung eines Volkes, das der ganzen Menschheit als Model dienen sollte. Die Zehn Gebote und der entehrte Tempel: Wenn Jesus sich voller Zorn im Tempel austobt und die Händler von Schafen, Rinder, Tauben und die Geldwechsler aus dem Tempel mit einer Geißel aus Stricken vertreibt, so erkenne ich einen existentiellen Zusammenhang mit den Zehn Geboten. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Sabbatgebot, sondern mit allen anderen Geboten. Der Tempel symbolisiert die Sabbatkultur und der Sabbat ist ein Tag der Freiheit und des umfassenden Friedens. Es ist der Tag, an dem sich Menschen den geistigen Werten widmen und bewusst eine innere Distanz zur Habgier schaffen. Sie erinnern sich an ihre von Gott geschenkte Einmaligkeit und hören dadurch mit dem beständigen Vergleich mit anderen Menschen und ihren Besitztümern auf. Es ist darum ein Tag zur Kultivierung der inneren Zufriedenheit gegen alle Formen der Konkurrenz und Zerrissenheit des Alltags. Immer wieder hört man manche Zyniker sagen, dass man mit den Zehn Geboten keine Politik machen kann. Jawohl, Parteipolitik eben nicht! Wenn aber Politik die Kunst der organisierten Gestaltung der Gesellschaft bedeutet, dann kann man wohl mit den Zehn Geboten Politik machen! Unsere Welt richtet sich ja selbst zugrunde wegen ihrer eigenen eindimensionalen Weisheit. Es gibt jedoch die göttliche Alternative! Diese besteht nicht nur in den Zehn Geboten, sondern ist die Botschaft des Apostels Paulus in der zweiten Lesung: „Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gotts Kraft und Gottes Weisheit.“ Ich glaube, dass die Fastenzeit dazu da ist, dass wir ganz bewusst Gottes Weisheit suchen. |
| ZWEITER FASTENSONNTAG (B): 28.02.2021 |
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ZWEITER FASTENSONNTAG (B): 2021-02-28 KERNBOTSCHAFT: Gott ist ein Freund des Lebens und sorgt dafür, dass in seiner Welt das Opfern von Menschen aufhört. Die Bibel provoziert uns zu einer gereiften Gotteserfahrung: Ein vorweggenommener positiver Ausgang, ein erwartetes Happyend-Szenario. Das ist meistens die Haupteigenschaft von Märchen. Es siegt doch immer am Ende das Gute. Haben wir es aber wirklich in unserer ersten Lesung mit einem Märchen zu tun? Wir haben in der dramatischen Erzählung von Abraham und Isaak einen Text gehört, der mehr denn je in vielen Menschen eine Abscheu, ja, eine Verstörung auslöst. Er ist eine der brutalsten Episoden in der religiösen Menschheitsgeschichte. Ich finde gerade deshalb, dass wir dem Text nicht wirklich gerecht würden, wenn wir dabei uns auf Anhieb zum Gottesgedanken denken, an seine rettende Intervention. Es ist aus meiner Sicht unentbehrlich, dass wir die ganze Spannung bei und um Abraham in Betracht ziehen. Wie geht es der Mutter des Kindes, die ganz und gar unerwähnt bleibt? Wie geht es Abraham selbst, der allzu lange gewartet hat, bis ihm und seiner Frau Sarah ein Kind geschenkt worden ist? Welche Brutalität übertrifft denn noch diese emotionale Spannung? Und Abraham sagte dennoch mit einem Wort voller Bedeutung, >>Hineni<< - >>Hier bin ich<<. Ich habe aber eben gesagt >>geschenkt<<. Gerade diese Geschenkidee steht ganz diametral zu unserem allzu biologistischen Denken, ganz asymmetrisch zu unserem unheilvollen Machbarkeitsdenken. Ob nun in der Abtreibungsdebatte oder bei der brennenden Frage der assistierten Selbsttötung oder bei den Flüchtlingskindern in Morija, bei der die Wogen hierzulande und europaweit hochgehen, es ist festzustellen, dass vielen Menschen zunehmend die Unverfügbarkeit des Lebens abhandengekommen ist. Das Leben wird bei vielen Menschen kaum mehr in eine enge Verbindung mit Gott gebracht. Nur mit diesem Hintergrund lässt sich die Abrahams Erzählung sinnvoll begreifen. Das Menschenleben steht keinem einzigen Menschen zur Verfügung! Gott selber ist der Anwalt menschlichen Lebens. Er ist ein Freund des Lebens. Es geht um die tiefe Erkenntnis, dass Gott kein Menschenopfer braucht. Seine Liebe und unser Vertrauen auf ihn genügen uns. Diese Einsicht hat jedoch gravierende Konsequenzen für unsere Weltgesellschaft, in der Abermillionen Menschen auf dem kalten Altar des kalten Denkens der Profitgier beständig geopfert werden. Gott sagt in der herzzerreißenden und zugleich herzerwärmenden Begegnung mit Abraham: Genug ist genug! Es reicht! Geht den Weg der leidenden Liebe! : Das verstehe ich sowohl aus der Szene auf dem Berg Morija als auch aus der Erfahrung auf dem Berg der Verklärung. In Jesus geht Gott den absoluten Weg der selbstopfernden Liebe mit uns Menschen. Auf diese geoffenbarte Liebe Gottes in und durch Jesus Christus kommt es allemal an. Paulus wird mitten in allen ihn niederstreckenden Anfechtungen von seiner spirituellen Erfahrung her sagen: „Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viele lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.“ (2 Kor 12,8-9). Diese Kraft Christi ist die Kraft seiner Liebe, mit der er uns erlöst. |
| ERSTER FASTENSONNTAG (B): 21.02.2021 |
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ERSTER FASTENSONNTAG (B): 2021-02-21 KERNBOTSCHAFT: Die größte Versuchung für den Menschen ist es, ohne Gottes Hilfe das Leben bestreiten zu wollen. An unseren Versuchungen reifen und Gott näher kommen: „In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste.“ Es ist die Zeit der Prüfung. Diese Formulierung kehrt wieder das alte Denkschema in der christlichen Frömmigkeit hervor: Gott führt uns in die Versuchung; Gott straft uns. Die gesunde christliche Lehre bedeutet aber, dass die Versuchung Teil des Lebens im Heiligen Geist ist. („Gott führt niemand in Versuchung Jak 1,13). Die Versuchung ist dennoch eine unausweichliche geistliche Erfahrung. Vom Heiligen Geist >>geführt<<, heißt, dass wir unsere Wüste und unsere Prüfungen haben, aber nicht wählen. Gott führt uns durch unsere Versuchungen hindurch. Unsere Fastenvorsätze, so wichtig sie auch sein mögen, sind nicht unbedingt die Punkte, an denen Gott tatsächlich an uns arbeiten wird. Unsere Frömmigkeit ist leider oft mit einer verzerrten Gottesvorstellung gekoppelt. „Die Versuchung ist eine neue Erfahrung, die kommt, um die zuvor empfangene Gnade zu verifizieren und zu prüfen. Wenn man tiefer in das Leben mit Gott eintritt, macht uns das anfälliger für Angriffe des Bösen.“ Wir sind aber nie ohne Gottes Hilfe! Vielleicht könnte es ein wunderbarer Fastenvorsatz sein, eigene Gottesvorstellungen zu überprüfen. Wo das Gleichgewicht der Natur gestört ist, dort ist die Sünde am Werk: „Er lebte bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.” Dieses Bild ist stark. In ihm klingt so etwas wie Geborgenheit durch. Aus diesem Vers geht eine bemerkenswerte und wünschenswerte Harmonie hervor, die etwas Paradiesisches an sich hat. Ähnlich in der ersten Lesung. Die Natur, die die Menschen durch Hab- und Profitgier zerstören, ist der Erscheinungsort der Güte Gottes. Die wilden Tiere sind deswegen nicht verschwunden. Wie es in allen Kulturen Mythen gibt, die für Generationen existenzielle Wahrheiten beinhalten, so auch diese jüdisch-christliche Bibelerzählung von Gottes Rettung seiner Schöpfung durch Noah. Das Bild der Arche mutet an. Gott kann und will seine Schöpfung vor dem Wahnsinn der Sünde des Menschen retten. Der bedrohliche Klimawandel ist Frucht menschlicher Sünde. Dennoch lässt Gott Menschen entstehen, die sich für die rettende Harmonie zwischen Mensch und Natur engagieren. Diese Harmonie ist auch ein Appell an uns zur Sanftmut. Sanftmut ist keine Weichheit, sondern eine Überwindung unserer Härten, unseres Dünkels. Harmonie hat daher eine zwischenmenschliche Dimension wie auch eine Umweltdimension. Hier trifft der Aufruf Jesu zur Umkehr voll ins Schwarze: „Das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Immer wenn der Mensch sich von der Schöpfungsordnung entfremdet, vermehrt sich das Leid der Welt – von Mensch, Tier- und Pflanzenwelt. Die Überwindung menschlicher Versuchung, die grundsätzlich im Hochmut liegt, ist die Frucht der Gnade Gottes. Die Fastenzeit ist daher eine hervorragend geeignete Zeit zur Stärkung in der Gnade Gottes. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr. |
| ASCHERMITTWOCH (B): 2021-02-17 |
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ASCHERMITTWOCH (B): 2021-02-17 Schrift: Joel 2,12-18; 2 Kor 5,20-6,2; Mt. 6,1-6.16-18 Die einzigartige Offenbarung der Corona-Pandemie: Eine Umfrage über das Unwort des Jahres könnte leicht ausfallen: Corona. Ich persönlich mag das Wort überhaupt nicht mehr hören! Es macht mich müde und wütend! Ich kann es jedoch nicht ändern. Du auch nicht. Nichtsdestotrotz, offenbart es uns etwas Wesentliches, was uns eine gute Orientierung in dieser Fastenzeit sein könnte. Herzzerreißend sah und erlebte ich im Fernsehen, wie durch eine durchsichtige Plastik eine Tochter, ihr Kind und ihr Mann versuchten, die Großeltern zu umarmen und zu küssen. Vielleicht scheint euch dieses Tun als bizarr. Für mich war es allerdings eine reine Offenbarung. Es zeigte sich, worin die größte und stärkste Sehnsucht aller Menschen dieser besteht: im Verlangen nach Zärtlichkeit, nach Liebe. Anders gesagt, im Verlangen nach Zugehörigkeit. Macht uns doch diese Pandemie überdeutlich, dass alles – buchstäblich alles – verlierbar ist. Auch Menschen sind verlierbar – durch den Tod nämlich. Was nicht verlierbar ist, das ist die Liebe, denn Gott ist die Liebe. Auch wenn wir wissen und erleben, dass und wie die Liebe unter uns Menschen verlierbar ist, vermindert dieser Verlust die Erhabenheit der Liebe nicht. Gott ist die Liebe! Fasten lernen: Echtes Fasten ist Selbsttranszendenz; eine Selbstüberschreitung, ein Verzicht auf Nabelschau. Darum sind die aufrüttelnden Worte des Propheten Joel für unsere Haltung in dieser Fastenzeit so wichtig: „Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum HERRN, eurem Gott!“ Ja, um das Herz geht es allemal in der Fastenzeit. Das Kleid steht für Äußerlichkeiten, auch wenn es die wichtige Funktion des Schutzes hat. Anders sieht es Jesus im Evangelium nicht. Die Überbetonung der Äußerlichkeiten ist nicht förderlich für unser spirituelles Wachstum. Äußerlichkeiten, mit denen wir uns angestrengt beschäftigen, können zum Herzstillstand unserer Gottesbeziehung führen. Die Fastenzeit ist das kirchliche Angebot an uns, die Innenansicht unseres Lebens zu kultivieren. Jesus wusste, dass die Eitelkeit vor den Türen der Frommen keinen Halt macht. In der Tat, wie viele Menschen in den vielen christlich-katholischen Gemeinden machen aus ihrem Engagement einen Rechtsanspruch, ein Sonderprivileg. Ja, es gibt eine kirchengemeindliche Arroganz, die der Verkündigung der Frohbotschaft im Wege steht. Darum finde ich folgende Worte des Apostels Paulus als eine wunderbare Grundorientierung in dieser Fastenzeit: „Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt. […] Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ Diese Versöhnung hat allerdings mit einem Bewusstsein der Sünde zu tun. Leben wir aber nicht in einer sündenlosen Gesellschaft? Wovon wollen wir denn, dass wir erlöst werden? |
| SECHSTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (B): 2021-02-14 |
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SECHSTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (B): 2021-02-14 KERNBOTSCHAFT: Jede existenzielle Krise ist der Ort, an dem sich die tiefste Sehnsucht des Menschen nach Zugehörigkeit offenbart. „Wenn du willst, kannst du mich rein machen“: In diesem kurzen Satz steckt ein ganzes erdrückendes Elend und zugleich eine unbändige Sehnsucht. >>Jede Krise ist eine Chance<<, so sagt man. Welche Chance? Eine Krise kann die dunklen Seiten des Menschen hervorbringen. Das hatten die Menschen in Europa bereits im Jahr 1349 in Straßburg erlebt, und ausgerechnet am Gedenktag der Liebenden. Das war der >>Valentinsmassaker<<. Es wurden mehr als 2.000 jüdische Bürger*innen als Sündenböcke für die Pest getötet. Bruno Kreisky bleibt unvergesslich in seiner Ermahnung: „Herr Journalist, lernen Sie Geschichte!“ Auch in unseren Tagen lassen sich Menschen zum Hass auf andere Menschen, zumal auf Minderheiten, anstacheln. Die Krise kann das Dunkle und das Helle in uns Menschen offenlegen. Die Verantwortung liegt allemal bei uns, was wir zum Vorschein bringen wollen. Diese Corona-Krise hat es uns überdeutlich gezeigt: Es gab Rücksichtslosigkeit, aber auch berührende Solidarität. Die Politik überbetonte auf einmal nicht das Wohlergehen der Wirtschaft, so wichtig auch die Wirtschaft ist, sondern den Schutz von Menschenleben. Die größte Herausforderung in jeder Lebenskrise bleibt daher der Blick auf das Helle der Menschlichkeit. Der unerträgliche Schmerz der Ausgrenzung: Wir können nur den Leidensdruck des Aussätzigen im Evangelium besser verstehen, wenn wir seine existenzielle Situation in Verbindung mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten seiner Zeit bringen. Die hat uns aber die erste Lesung aus dem Buch Levitikus – dem Buch der Priester – dramatisch geschildert. Es war nicht nur eine Verachtung, sondern zugleich eine Ausgrenzung zum Sterben in der Einsamkeit. Wenn es eine Provokation wäre, so sollte es sein, aber aus meiner Sicht ist jede Ausgrenzung ein Todesurteil. So hat Jesus dem Aussätzigen, den er heilte, das Leben neu zugesprochen: „Du sollst leben!“ Das ist die Definition der Liebe nach Martin Buber, dem weltberühmten jüdischen Philosophen: >>Einen Menschen lieben, heißt, ihm sagen, „DU sollst nicht sterben!“ <<. Als ich über diese Heilungsgeschichte nachdachte, kamen mir viele erschütternde Bilder und Erzählungen in den Sinn, wo Menschen in einer durch die Corona-Erkrankung bedingte Einsamkeit der Intensivstationen haben sterben müssen. Manches Mal nur in der Gegenwart Krankenschwestern und Ärzten*innen. Ein berührender Wendepunkt in dieser Heilungsgeschichte ist, dass der Geheilte zum Verkünder der Frohen Botschaft geworden ist. Darin erkenne ich den tieferen Sinn der ermutigenden Worte des Apostels Paulus: „Ob ihr esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!“ Deshalb sollten wir uns schon immer fragen, ob unser Denken, Reden oder Handeln zur Verherrlichung Gottes beiträgt. |
| FÜNFTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (B): 2021-02-07 |
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FÜNFTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (B): 2021-02-07 KERNBOTSCHAFT: Jesus Christus ist der von Gott angestiftete Grund zur Hoffnung. Seine Gegenwart schenkt Heilung und Heil. Der Glaube an Gott schützt uns nicht vor den Anfechtungen des Lebens: Gottesprognose ist Gift für einen Glauben, der lebendig sein möchte. Oft hört man aus den Munden vieler evangelikalen Pastoren solche Aussagen, wie: „Ich deklariere, dass Gott für dich…“ „Ich bestimme, dass Gott dir alle deine Wünsche erfüllen wird.“ Wer darf denn so zu dem Menschen Ijob sprechen? Er ist ja ein Musterbeispiel für einen Menschen mit einem tiefen Glauben an Gott, der sich trotzdem einer quälenden Hoffnungslosigkeit ausgesetzt sieht. Sein Leid ist unermesslich. Er flucht und verflucht sogar den Tag seiner Geburt. Seine Worte lassen uns erahnen, wie es unzähligen Menschen in unserer Welt geht – vielleicht sogar in unserer unmittelbaren Umgebung. „Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde? Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners? […] So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu. Lege ich mich nieder, sage ich: Wann darf ich aufstehen? Wird es Abend, bin ich gesättigt mit Unrast, bis es dämmert.“ Ijob, das sind Menschen wie wir. Vertrauen auf die heilende Kraft der frohen Botschaft: Ein entzückendes Mädchen und ihr Vater haben mich tief berührt und das Lied, das sie gemeinsam gesungen haben, ist für mich zu einer unbändigen spirituellen Kraft geworden. „There is peace in Jesus. There is peace in Christ. When there is no peace on earth, there is peace in Christ”; “Es gibt Frieden in Jesus. Es gibt Frieden in Christus. Wenn es auf Erden keinen Frieden gibt, es gibt Frieden in Christus.“ Ich empfehle euch gern dieses Lied auf >>You Tube<<. Das war die tiefste Überzeugung des Apostels Paulus als er sich mit folgenden Worten an seine Gemeinde von Korinth wandte: „Wenn ich das Evangelium verkünde, gebührt mir deswegen kein Ruhm; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ Warum eigentlich ein >>Zwang<<? Das ist keine psychologische Sprachkategorie. Paulus wollte seiner Gemeinde – und möchte uns Heutigen – zeigen, wie er nach der Verkündigung der frohmachenden und befreienden Botschaft brannte. Wovon sein Herz voll war, davon wollte sein Mund unbedingt unablässig sprechen. Im Evangelium führt uns Jesus selber vor Augen, was in Paulus die >>heilige Unruhe<< gestiftet hat. Seine Gegenwart war gleich Heilung und Ermutigung. Er stiftet eine heilende Nähe und richtet die Schwiegermutter des Simon Petrus auf. Er heilt Menschen mit verschiedenen Krankheiten und Besessenheit und ermöglicht ihnen dadurch eine neue Freiheit zum Handeln. Gleichzeitig entzieht er sich dem Zugriff der Menschen, denn er weiß, wie wichtig es ist, in inniger Verbindung mit seinem Ursprung zu bleiben. Er weiß, wie unverzichtbar die persönliche Gemeinschaft mit seinem Vater ist. Diese Quelle will er nicht verlieren. Er zeigt uns, wie es bei allem, was wir tun, gehen soll: immer wieder zurück zur Quelle. |
| DRITTER ADVENTSSONNTAG: 13.12.2020 |
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DRITTER ADVENTSSONNTAG (B): 2020-12-13 KERNBOTSCHAFT: Nachhaltige Lebensfreude hängt damit eng zusammen, dass wir wissen, worin unsere eigentliche Identität besteht und wofür wir im Leben stehen. Für die Freude gemacht und zur Freude berufen: „Gaudete!“ – „Freut euch!“ So rief der Apostel Paulus seiner Gemeinde von Thessaloniki zu. So wird uns, die wir heute zu dieser Eucharistiefeier zum dritten Adventssonntag versammelt sind, zugerufen. „Freut euch!“, ist das nicht ein Leichtsinn besonders in dieser Zeit, in der jeder Mensch ungewollt wegen des Corona-Virus zu einem Symptomträger eines möglichen Todes geworden ist? Zu einem ungewollten Feind? Eine Zeit, in der eine allgemeine depressive Stimmung in der Luft liegt und viele Menschen aufgrund der Bewegungseinschränkung tatsächlich depressiv geworden sind? Selbst ohne Corona! „Freut euch!“, ein Ruf in eine Welt hinein, „die noch auf ihren Erlöser wartet, in der Kriege [nach wie vor] geführt werden, Kinder verhungern [müssen], Reiche reicher und Arme ärmer werden und Menschen unter Einsamkeit, Krankheit leiden [und sterben]“ (TD, Dez. 2020). „Gaudete!“ – „Freut euch!“, diese Freude hat zur Voraussetzung, dass wir bewusst lernen, uns „von Dingen und Menschen zu lösen, die uns besetzen, sich lösen von alldem, was uns mit Sorgen und Wünschen in Beschlag nimmt und [folglich] dieser Freude keinen Raum gibt“ (TD, Dez. 2020). Die Quelle christlicher Freude: „Freut euch!“, das muss keine negative Freude sein, in dem Sinn, dass wir wissen, was wir nicht tun dürfen oder sollen. Nein! Christliche Freude ist durchströmt von einer positiven Grundstimmung. Einen Eckpfeiler dieser Freude sagt uns der Prophet Jesaja in unserer ersten Lesung: es geht um den uns innewohnenden Geist Gottes, der sich auf unsere Welt auswirkt. „Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir.“ Ein Mensch der Freude lebt aus dem vollen Selbstbewusstsein, dass Gott ihn in Verwendung nimmt zum Heil und für die Heilung der Welt: „…er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit…so lässt GOTT, der Herr, Gerechtigkeit sprießen und Ruhm vor allen Nationen.“ Der Apostel Paulus untermauert dieses Bewusstsein mit einem daraus folgenden Auftrag: „Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt!“ Hierin finde ich die Gestalt des Täufers nicht nur hochinteressant, sondern hochaktuell und herausfordernd. Er wird von den Menschen dazu herausgefordert, seine persönliche Identität kundzutun. „Wer bist du?“ Seine negative Selbstbestimmung unter der Abgrenzung von Jesus befriedigt sie nicht. Sie lassen ihn deshalb nicht in Ruhe und verschärfen ihre Frage: „Was sagst du über dich selbst?“ Nun definiert er sich in der Beziehung zu Jesus: „Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!“ Die Menschen wollen wissen, für wen er geht und Johannes sagt es ihnen. Es brennt Johannes unter den Nägeln, dass seine Zuhörer diesen Jesus einmal persönlich kennenlernen. „Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt.“ Die Mitte der Identität des Johannes besteht darin, Jesus bekannt zu machen. Ob das auch nicht die wahre christliche Identität ist? Ob dieses Ansinnen nicht der Quellgrund christlicher Freude ist? |
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