SIEBZEHNTAG IM JAHRESKREIS (B): 29.07.2018

SECHSZEHNTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (B): 2018-07-22

Schriftlesungen: Jer23,1-6; Eph 2,13-18; Mk 6,30-44

KERNBOTSCHAFT: Wir als Getaufte dazu berufen, in unserer Einzigartigkeit Christinnen und Christen zu sein.

In vielen Kulturen steht der Name für ein ganzes Lebensprogramm: Es kann sehr bedeuten für viele Menschen, welchen Namen sie tragen. Ein kann sehr prägende sein für ein Kind, für einen erwachsenen Menschen. Ein Name kann zu einer Lebensberufung und in der Folge zu einem sozialen Programm werden für einen Menschen. Das ist beispielsweise so in meinem ursprünglichen Kulturkreis, wo jeder Name mit einem bestimmten Umstand aufs Engste verbunden und im Rahmen einer Namensgebungszeremonie eingebettet ist. Da kommen zwei Komponenten zusammen: die soziale Identität (Zugehörigkeit) und die Lebensphilosophie (Selbstbild). Meistens geht es bei fast allen Namensgebungen um das Lebensprinzip und um das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen. Manche männlichen Menschen heißen zum Beispiel Ikechukwu (Gottes Kraft), Ndubuisi (das Leben ist das Wichtigste), Ndubueze (das Leben ist König); weiblich tragen viele Mädchen und Frauen solche Namen wie: Chinwendu (Gott allein gehört das Leben), Onyinyechukwu (Gottes Geschenk). Es wäre sicherlich nicht abwegig, sich mit der Bedeutung des eigenen Namens zu beschäftigen, ganz besonders mit der Lebensgeschichte des eigenen Namenspatrons.

Jesus Christus ist das nachhaltige Lebensprojekt aller Getauften: Schon bei der Verkündigung wird uns gesagt, was der Name des erwarteten göttlichen Kindes bedeutet: Jesus – der das Gottesvolk von seinen Sünden erlösen wird. Ein Name, der große Hoffnung und Freude in eine Welt „Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.“

Das Wort Gottes schafft eine neue Wirklichkeit in uns und durch uns in unserer Welt: Der Apostel Paulus bringt es auf einen Punkt, was es heißt, eine Christin oder ein Christ zu sein: im Jesu Namen alle Barriere und Trennungen zu überwinden. Denn wenn wirklich Jesus, der gute Hirte, die Menschen um sich sammelt, dann fallen alle Mauern der Trennung nieder, die Angst davor zu kurz kommen zu müssen verschwindet und alle werden genug zum Essen haben. Weil unsere Namen uns einmalig und einzigartig machen, sollen wir geradezu in dieser unserer Einzigartigkeit in unserer Gesellschaft Christinnen und Christen sein. Dazu können wir sicherlich etwas von unseren Namenspatroninnen und Namenspatronen lernen. Amen.

(red)


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