FEST DER HEILIGEN FAMILIE (A) 2025-12-28

FEST DER HEILIGEN FAMILIE (A): 2025-12-28

KERNBOTSCHAFT: Unser gemeinsames Haus als die eine Menschheitsfamilie braucht feste Säulen, die wohl im christlichen Glauben verankert sind.

Die eine Frage und die Antwort des Christentums: Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es für die meisten Menschen auf dieser Welt die eine brennende Frage gibt, die unentwegt auf eine angemessene Antwort harrt: Wie kann das friedliche Zusammenleben unter den Menschen besser, ja, am besten, gelingen? Wenn die Welt wirklich unser gemeinsames Haus ist, wie Papst Franziskus großartig sagte, auf welchen Säulen steht denn dieses gemeinsame Haus? Wenn wir uns nicht selber in die Tasche lügen würden, müssten wir erkennen und eingestehen, dass unsere Welt nicht heil ist, dass sie krank ist. Von diesem Jammerwissen hätten wir aber gar nichts, würden wir uns gleichzeitig nicht sagen können, dass unsere kranke Welt dennoch heilbar ist. Unser christlicher Glaube kann dieses Bewusstsein bestärken und verfeinern. Zum Fest der Heiligen Familie möchte ich diese christliche Hoffnung teilen. Unsere Welt braucht keine Könige wie Herodes und Archelaus, die durch Kriege und Unterdrückung Familien in die Flucht aus ihren Heimaten treiben! Oh nein! Unsere Welt braucht Gerechte, die auf Gott hören und nach dem inneren Kompass handeln. „So lange noch Hass und Krieg herrschen, ist die Welt auf die Menschen angewiesen, die Gottes Gebote achten und sich mutig um die Schutzlosen kümmern.“ (TD, Dez. 2025) Aus der zweiten Lesung muss es uns ganz klar sein: „Ohne Erbarmen bleiben wir einander fremd, ohne Güte zählen nur Härte und Erfolg, ohne Milde wird jeder Fehler zur Katastrophe, ohne Geduld wächst die Angst, ohne Demut verliert die Liebe ihr Zuhause.“ (TD, Dez. 2025)

Christliche Familie als Keimzellen einer Gesellschaft in Mitmenschlichkeit und Frieden: Die Sozialwissenschaft hat mehrfach Theorien aufgestellt, wie das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft zumal in der größeren Welt besser gelingen kann. Das Christentum stellt keine Theorien auf, sondern bietet den Menschen eine Pragmatik der Liebe an, die in einer gelebten Beziehung mit Gott in seinen Geboten sichtbare Wirklichkeit werden kann. Dazu braucht es unumgängliche Lernorte. Das sind die christlichen Familien. Was der Apostel Paulus in seinem Schreiben an seine Gemeinde von Kolossä hinsichtlich der Familienhausordnung gesagt hat, klingt wohl illusorisch in unseren Tagen. Oder doch nicht! „Bekleidet euch, als Erwählte Gottes, Heilige und Geliebte, mit innigem Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat!“ Es ist jedoch keine Illusion, wenn wir weiter lesen: „Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch.“ Um dieses „Wort Christi“ geht es allemal! Wo es einen zentralen Platz im Leben einer Familie hat, dort ist Frieden, Freude, Vertrauen und gegenseitige Achtung. Machen wir uns jedoch nichts vor: Christliche Familien sind keine Inseln der Seligen. Sie haben dennoch das Wort Gottes, nach dem sie sich orientieren können, wenn sie ihm genügenden Raum in ihrem Herzen geben. Möge es darum den christlichen Familien gut gelingen, nach dem Vorbild der Heiligen Familie zu leben.

(NFM)


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