SECHSTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (A): 2026-02-15 KERNBOTSCHAFT: Die sinnvollen Entscheidungen, die wir in schicksalshaften Situationen treffen, machen unsere Würde als Menschen aus. Christsein begnügt sich nicht mit der Durchschnittlichkeit: „So sind halt die Menschen.“ „So bin ich halt.“ „Das ist halt der Lauf unserer Welt.“ Schwestern und Brüder! Das sind oft Aussagen, hinter denen eine verschleierte Flucht vor der Verantwortung steckt. Wer an Gott glaubt, ja, wer Jesus nachfolgt, kann sich jedoch solche Mittelmäßigkeit, solche Durchschnittlichkeit der Einstellung nicht mehr leisten. Die Weisheit dieser Welt kann und darf uns als den Jüngerinnen und Jüngern Jesu Christi nicht ausreichen. Paulus legt einen Protest ein: „Nein, wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ Was hat Gott uns aber bereitet? Das ist die Frage, die täglich auf den Lippen und in den Herzen aller auf den Namen Jesu Getauften stehen soll! Und wenn uns in manchen Lebenssituationen das Gefühl der Ohnmacht überkommt, würden uns sicherlich diese Worte des Apostels eine gute Orientierung gewähren: „Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch di Tiefen Gottes.“ Nach Jesus gehört es zur Pflicht aller, die bereit sind ihm nachzufolgen, dass sie die Grenzen der Durchschnittlichkeit überschreiten müssen. Er mutet uns deshalb diese Fähigkeit zu, weil er weiß, dass Gottes Heiliger Geist in uns wohnt. Unumwunden heißt es: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ So rüttelt Jesus an unseren Lieblingsselbstverständlichkeiten. Die etablierten Überzeugungen werden – und sollen – in Frage gestellt werden. Das Fundament dessen, was unter uns allgemein als richtig oder gegeben angesehen wird, wird erschüttert. Was ist nun das Ziel dieser Erschütterung? Sie zwingt zum Nachdenken, zum Innehalten oder zur Neubewertung der Situation oder unseres Lebens. Jesus unternahm dieses Wachrütteln des Gewissens gerade in gesellschaftskritischen Zusammenhängen seiner Gesellschaft. Ihm lag sehr viel daran, zum Umdenken anzuregen. Ein wunderbarer Übergang in die Fastenzeit: Ich glaube nicht nur daran, dass Jesus mit seinen klaren Worten die kommende Fastenzeit eingeläutet hat, sondern darüber hinaus, dass wir bereits in der ersten Lesung zum Vertrauen auf das gute Gelingen dieser beginnenden Fastenzeit eingeladen sind. Wir sollen uns das Bewusstsein bewahren und schärfen, dass Gott uns seine Wege kundgetan hat. „Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften.“ Die Freiheit und die Verantwortung liegen lediglich bei uns, ob wir sie einhalten wollen oder nicht. „Wenn du willst, wirst du die Gebote bewahren und die Treue, um wohlgefällig zu handeln. Er hat dir Feuer und Wasser vorgelegt, was immer du erstrebst, danach wirst du deine Hand ausstrecken.“ Was erstrebst Du? |
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(NFM) |
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