FEST VON DER DARSTELLUNG DES HERRN(A): 2026-02-02

FEST VON DER DARSTELLUNG DES HERRN (A): 2026-02-02

KERNBOTSCHAFT: Die Heilsgeschichte entfaltet sich in der persönlichen Begegnung mit Gott durch Jesus Christus.

Die Sehnsucht bewahren: Wir werfen einen kurzen Blick auf den Ursprung dieses Festes von der „Darstellung des Herrn“. Es hilft uns sicherlich in unserem persönlichen Glauben zu wachsen. Es hängt zuerst mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten zusammen. In Erinnerung an dieses Heilshandelns Gottes war der Erstgeborene beim Volk Israel Eigentum Gottes. Darum wurde ihn Gott im Tempel übergeben, wobei das Kind wieder mit einem Geldopfer ausgelöst wurde. Am zweiten Ritus erkennen wir, wie groß die Einstellung war, die durch Jesus Wirklichkeit geworden war. Die Frau galt nämlich nach der Geburt eines Kindes als „unrein“ und dem Priester übergab man alsdann ein „Reinigungsopfer“ von einem Schaf oder einem Tauben. Nicht aber im Namen Jesu sollte eine Frau als „unrein“ betrachtet werden, weil sie ein Baby auf die Welt gebracht hat! Die dritte Bedeutung hängt mit der Bezeichnung dieses Festes im 5. Jahrhundert und geht auf eine Lichterprozession in Rom zurück. Diese sollte eine Art Protest gegen die heidnische Sühneprozession sein und sie auch bewusst verdrängen. Denn dieses Jesuskind ist das göttliche Licht, das alle Menschen erleuchtet. Seit den 60er-Jahren lehrt die Kirche, dass es um kein Marienfest geht, sondern dass das Leben Jesu im Mittelpunkt steht.

Die Begegnung mit Jesus schenkt Erfüllung: Schwestern und Brüder! Die zwei Betagten im Tempel, Simeon und Hanna, welche große Erfüllung den Menschen zufließen kann, wenn sie Jesus wirklich begegnen und ihn in ihrem Leben aufnehmen. Uns werden Frieden und Heil (Befreiung und Erlösung) zuteil, wenn wir Jesus tief in unserem Herzen begegnen. Unser Leben erhält eine neue Helligkeit, eine Erleuchtung. Das Leid (ein Schwert) wird nicht aus unserem Leben verschwinden, wir erlangen jedoch eine neue Durchsichtigkeit. Wie der Apostel Paulus geschrieben hat, wollen wir in der Stille, im Gebet und in einem Lobgesang diesem Jesus bewusst begegnen, dessen Geist in uns wohnt. Denn wir sind der Tempel Gottes. Wie wäre es also, wenn wir uns von diesen Worten des Apostels berühren lassen würden: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören. Denn Gottes Tempel ist heilige und der seid ihr.“ (1 Kor 3,16) Bemühen wir uns darum um die Offenheit für Jesus, damit er zu uns in unseren inneren Tempel kommen kann.

(NFM)


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