DRITTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (A): 2026-01-25

DRITTER SONNTAG IM JAHRESKREIS (A): 2026-01-25

KERNBOTSCHAFT: Gottes Verheißung geht in Erfüllung für die Menschen, die bereit sind, sich Gott vorbehaltlos zuzuwenden.

Schritte in eine hoffnungsvolle Zukunft: Ist die Menschheit in der Ausweglosigkeit der Kriegsführung verfangen? Diese Frage geht den meisten Menschen durch den Kopf. Schon zur Zeit des Propheten Jesaja im 8. Jahrhundert vor Christus gab es verwüstende Erfahrungen eines Eroberungskrieges durch den assyrischen König Tiglatpileser. Falsche politische Bündnisse bleiben bis in unseren Tag hinein eine desaströse Angelegenheit. Die Folgen sind bis heute – in unserem 21. Jahrhundert – unvorstellbar: Zerstörungen, Verwüstungen, Hunger, Deportation bzw. Vertreibungen und Tod. Die Propheten waren die Menschen, die kein Blatt vor den Mund genommen hatten, um die verkehrten Wege anzuprangern und gleichzeitig zu neuen Lebenseinstellungen zu ermahnen. Denn wo Menschen und Nationen sich auf Gottes Gebote einlassen, dort ist ein friedliches Zusammenleben. Diese Hoffnung verkündete der Prophet Jesaja den Menschen seiner Zeit einen großen Mut gemacht. „In der Situation von Finsternis und Todesschatten ändert der Prophet die Tonlage.“ (TD, Januar 2026) Er vermittelt den Menschen ein hoffnungsvolles Bild, das bis in den Seelengrund geht: das Bild des Lichtes mitten im Todesschatten. In der Tat sagte der Prophet den Menschen, dass es nur dann echte Hoffnung für sie gäbe, würden sie zu Gott umkehren. Gelten auch diese Worte des Propheten für die Gemeinde Jesu von heute?

Umkehrprinzip in der Gemeinde Jesu Christi: Für den Apostel Paulus war auch seine Gemeinde von Korinth nicht wirklich auf dem richtigen Weg. Er war felsenfest davon überzeugt, dass seine Gemeinde der Umkehr bedurfte. Dazu ermahnte er die Gemeindemitglieder mit einigen Fragen, die zur Gewissenserforschung einluden: „Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?“ Er sah deshalb seine Hauptsendung in der Verkündigung des Evangeliums zur Umkehr, „damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird“. Die Loyalitätskämpfe in seiner Gemeinde führten vom angebrochenen Himmelreich Gottes weg. Darum forderte Jesus seine Zuhörerinnen und Zuhörer zur Umkehr auf. Sie sollen sehr sensibel werden für das neue Leben aus der Kraft des Himmelreiches Gottes, das mitten unter ihnen ist. Es gehört zum Wesen dieser Sensibilität, dass die Jüngerinnen und Jünger Jesu erkennen, wo Menschen mitten unter ihnen der Heilung bedürfen. Dazu ist die persönliche Umkehr jedoch unverzichtbar! Jesus berief die Zwölf Apostel, die ihm bei der Verbreitung dieser Botschaft vom Reich Gottes helfen sollen. Sie sollen die Menschen unentwegt und unermüdlich dazu einladen, zu Gott umzukehren, damit sie das angebrochene Himmelreich Gottes unter ihnen erkennen und aufnehmen können. Ohne Umkehr ist das Christentum also nicht lebbar. Die Umkehr ist die Kraft zur Erneuerung für den einzelnen Menschen sowie auch für die gesamte Kirche.

(NFM)


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