FEST VON DER TAUFE DES HERRN (A): 2026-01-11

FEST VON DER TAUFE DES HERRN (A): 2026-01-11

KERNBOTSCHAFT: Dass wir echte Freude am Bewusstsein unserer zweifachen Identität als Christinnen und Christen.

Unglaubliche reiche Erbschaft der Christinnen und Christen mitten in dieser Welt: Wenn wir keine Vogelstraußpolitik betreiben würden, müssten wir uns eingestehen, dass rundherum in unserer Welt das starke Gefühl der Ausweglosigkeit und Hoffnungslosigkeit um sich greift. Wir dürfen uns aber auch nichts vormachen, denn kein Land ist ausgenommen. Allein auf das Ausmaß kommt es an. Wenn wir auf das Handeln der Menschen schauen, dann haben wir wirklich allen Grund zu verzweifeln. Es gibt eine weitverbreitete Identitätskrise: in der Kirche, in der Gesellschaft und in uns selbst. Wir sind allerdings heute nicht versammelt in dieser Kirche zum Fest von der Taufe des Herrn, um ein Jammerfest zu begehen. Weit davon entfernt! „Man kann den Glauben an die Menschheit verlieren. Den Glauben an den in Jesus Mensch gewordenen Gott sollte man nie verlieren.“ (TD, Jänner 2026) Wenn viele Menschen sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass es für diese Welt keine Rettung mehr gibt, so darf ich laut und deutlich behaupten, dass der Hauptgrund darin liegt, weil in den Herzen vieler Menschen kein richtiger Platz mehr ist für den Gott Jesu Christi. Gerade hier liegt aber unsere christliche Berufung – individuell und als Kirchenmenschen. Denn das heutige Fest ist ein Fest unbändiger wirksamer Hoffnung. „Ich, der HERR, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich schaffe und mache dich zum Bund mit dem Volk, zum Licht der Nationen.“ So hörten wir es in der ersten Lesung. Eine von Gott geschenkte Identität ist wirksam und heilsam!

Lebenserneuerung und Weltveränderung beginnen mit der Wahrnehmung wahrer christlicher Identität: „Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ Stellen wir uns das einmal vor, was diese Aussage mit uns machen würde, würden wir sie (beständig) auf uns beziehen! Die unermüdlichen und angstfreien Christinnen und Christen sind jene, die sich ihrer wahren Identität in Jesus Christus vergewissern. Es wäre doch ein wunderbarer Meditationsansatz, diese Kurzformel anzuwenden: „Ich bin ein Kind Gottes durch Jesus Christus.“ Darum schließe ich mit folgenden Worten des Apostels Paulus an seine Gemeinde von Ephesus ab: „Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.“ (Eph 1,17-19) Das wünsche ich euch zum Fest von der Taufe des Herrn!

(NFM)


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