| ZWEITER SONNTAG NACH WEIHNACHTEN (A): 2026-01-04 |
ZWEITER SONNTAG NACH WEIHNACHTEN (A): 2026-01-04 KERNBOTSCHAFT: Dass wir nicht aufhören zu lernen, was die Antwort auf die Frage aller menschlichen Fragen ist. Unseren existenziellen Kompass gut einrichten: Von der griechischen Antike bis zu unserer Gegenwart die dominante Frage der Menschen kreiste sich um Biologie und Physik, vor allem um die allgemeine Frage der Kosmologie, um die Frage der Naturspekulationen. Die viel wesentlichere Frage nach dem Menschen selber blieb auf der Strecke bis Sokrates sie aufgegriffen und zu seiner unermüdlichen Lebensaufgabe gemacht hatte. „Die Entstehung des Menschen“ (de Chardin) bedeutet viel mehr als die bloße Frage der Naturwissenschaften. Es ist dem Menschen immer bewusster und notwendiger geworden, dass er eine gute Selbsterkenntnis hat. Das ist die Botschaft unserer Lesung aus dem Buch Jesus Sirach: Was ist wirklich der Mensch ohne Weisheit? Eine Frage, mit der wir beständig in unserer Welt der Gegenwart konfrontiert sind. „Das Denken der Weisheit war in den Hochkulturen der Antike weit verbreitet, auch in der Bibel.“ (TD, Jänner 2026) Die scharfe Formulierung im Psalm 49 vertieft noch diese so wichtige Frage nach dem Menschen: „Preist er sich im Leben nach glücklich: Man lobt dich, weil du es dir wohl sein lässt, so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab, die das Licht nicht mehr erblicken. Der Mensch in Pracht, doch ohne Einsicht, er gleicht dem Vieh, das verstummt.“ (Ps 49,19-21) Für den Apostel Paulus können wir nur richtig Menschen sein im Hinblick auf den Geist Gottes. Wir lesen im Ersten Korintherbrief: „Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes. Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes.“ (1 Kor 2,10-11) Wir brauchen also den Heiligen Geist Gottes bei allem, was wir erstreben und tun. Wir brauchen die Berührung mit der Transzendenz. „Es gibt neben unserer sinnlich erkennbaren Welt noch eine Wirklichkeit, die wir mit unseren Sinnen nicht erkennen können.“ (TD, Jänner 2026) Aus Gott geboren, werden wir nur aus der Beziehung zu ihm sinnvoll leben können: Der Apostel Paulus vermittelt uns ein überaus gesundes und nachhaltiges Bewusstsein für die Gestaltung unseres Lebens: Wie sind aus Gott und seiner Liebe geboren! „Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“ Seine Bitte für seine Gemeinde ist auch meine eigene Bitte für dich, für unsere Pfarrgemeinde und für mich selber: „Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.“ Darin besteht die wahre christliche Spiritualität: Dass wir in der Erkenntnis Jesu Christi wachsen. „Denn: „In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ Wir entdecken die Wurzel christlicher Hoffnung für diese Welt: „Alles ist durch ihn geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist.“ Und in der Tat: „Alles Lebendige, Mensch und Natur, auch der ganze Kosmos, sind nur deshalb entstanden, weil Gott es so wollte.“ (TD, Jänner 2026) Gerade diese Weisheit von „Oben“ kann uns eine tragende Quelle der Hoffnung sein. |
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(NFM) |
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