HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA (A): 2026-01-01

HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA (A): 2026-01-01

KERNBOTSCHAFT: Mit dem Heiligen Geist Gottes werden wir Großes in diesem neuen Jahr vollbringen.

„Als die Zeit erfüllt war…“: „Das ist der Tag, den der Herr gemacht, lasst uns frohlocken und seiner uns freuen.“ (GL 66,1; gesungen mit der Gemeinde) Zwölf Monate liegen nun hinter uns während zwölf neue Monate vor uns liegen. Es gab sicherlich die sogenannten „Peak Experiences“, also die „Gipfelerlebnisse“ in DEINEM Leben im vergangenen Jahr. Was sind denn solche „Gipfelerfahrungen“? Sie bezeichnen „positive Bewusstseinszustände, in denen Menschen sehr offen und empfänglich für neue Erfahrungen sind“. Wir durften erleben, dass das Leben uns hold war. Wir machten die Erfahrung, dass Menschen uns gut gesonnen waren. In uns war ein Wärmestrom der Gottes Gnade. Wir machten die Erfahrung einer Lebensfülle ohne Leistung! Nun sind wir am ersten Tag des neuangebrochenen Jahres. Gleich begegnen uns folgende Worte der Hoffnung: „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.“ Die „Zeitfülle“ ist ausschließlich die Stunde Gottes und Gottes eigene Initiative. Gott aber initiiert diese „Zeitfülle“ für uns Menschen, zu unserem Heil und zu unserer Heilung. Das betonte Jesus bei seinem ersten öffentlichen Wirken: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15) Dieses große Geschenk der „Zeitfülle“ ist die Gegenwart Gottes in dieser Welt und in unserem Leben durch Jesus Christus. Lediglich was diese „Zeitfülle“ von uns verlangt, ist unsere Offenheit.

Spüren und aufnehmen, was uns anzieht: Diese ersten Worte in unserem heutigen Evangelium helfen uns, jene notwendige Offenheit gegenüber der „Zeitfülle“ besser zu verstehen: „In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.“ (Lk 2,16) Es heißt wohl, dass wir in diesem neuen Jahr darauf achten sollen, was uns anzieht. Was uns anzieht, ist aber das Wort des Anfangs, das Johann Wolfgang Goethe in seinem „Faust“ den Sinn nannte. Ja, Gottes Wort vermag es, in unserem Leben und für unsere Weltgestaltung Sinn anzustiften. Das ist der Auftrag an den Priester Aaron. Das ist auch weiterhin in diesem neuen Jahr meine priesterlich-seelsorgliche Sendung unter euch: Euch sagen zu dürfen, dass Gott mitten in deinem Leben gegenwärtig ist, um dir die „Zeitfülle“, nicht die zerrinnende Zeit zu schenken; die Lebensfülle. „Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über die leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“ In diesem Sinne wünsche ich DIR in der vollen Länge dieses neuen Jahres die Erfahrung von der „Zeitfülle“.

(NFM)


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