PREDIGT ZUM JAHRESWECHSEL: 2025-12-31

PREDIGT ZUM JAHRESWECHSEL: 2025-12-31

KERNBOTSCHAFT: Dankbar sein für das Wort, das uns tröstete und getragen hat.

Schwellenunsicherheit mit Dankbarkeit begegnen: Am Abend des 25. Dezember, hat der Kardinal-Erzpriester Rolanda Makrickas die Heilige Pforte der größten Marienbasilika in Rom, Maria Majore, offiziell geschlossen. Am 6. Januar wird Papst Leo XIV die größte Heilige Pforte Roms im Peters Dom schließen. Das wird das Ende des Heiligen Jahres sein, das Papst Franziskus 2024 nach Brauchtum ausgerufen hat. Bei dem Schließungsakt in Maria Majore erklärte der Kardinal Rolanda Makrickas: „Wenn wir diese Heilige Pforte schließen, glauben wir, dass das Herz des Auferstandenen, eine unerschöpfliche Quelle neuen Lebens, denen, die auf ihn hoffen, stets offensteht.“ Ich sehe eine Parallele zum Ende dieses Jahres 2025: Wir schließen selber gedanklich die Tür und das große Tor zum alten Jahr. Was werden wir wohl in dieser Vergangenheit versperren? Oder ist es eher so, dass wir alles, was uns das alte Jahr gebracht hat, im Vergangen-Sein sperren? Dieses Vergangen-Sein ist jedoch keine Vergangenheit. Es hat eigene Qualität! Es ist ein geistiger Ort der existenziellen Aufbewahrung. Bleiben wir darum in dieser Nacht dankbar! Für die kleinen und großen Ereignisse, die uns widerfahren sind. Alles wird wohl seinen Sinn gehabt haben!

Christliche Brücke zum Vergangen-Sein unserer Existenz: Wenn wir uns nun fragen, was die besondere Qualität des Vergangen-Seins ausmacht, so erhalten wir eine erfreuliche Grundorientierung vom Apostel Paulus. Während in unzähligen Häusern in dieser Nacht zum Jahreswechsel unterschiedliche Bleifiguren gegossen werden, leitet uns der Apostel Paulus dazu an, was hinter dem großen Tor zum alten Jahr stehen sollte. Die Haltung der Wachsamkeit gegenüber den „Antichristen“ gehört notwendig dazu. Als zweites kommt das Bewusstsein unserer Vergänglichkeit als Motor für die sinnvolle Lebensgestaltung. Als ein drittes Element kommt die ehrliche Gesinnung der Zugehörigkeit zur Gemeinde Jesu Christi. Die Freude über die eigene Salbung zum Christsein: „Ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und ihr alle wisst es.“ Schlussendlich, was auf alle Fälle hinter unserem großen Tor zum alten Jahr unverlierbar bleibt, ist unsere persönliche Beziehung zum „Wort des Anfangs“, zum Wort Gottes, das Mensch geworden ist und unter uns wohnt. Denn, „In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ Denken wir daran am Ende dieses Jahres 2025! Denken wir besonders daran, wenn wir die Schwelle zum neuen Jahr 2026 überschreiten!

(NFM)


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