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Lesung nach Jesaja 55 für Kinder und Familien:
6 Sucht den Herrn, Euren Gott! Er lässt sich finden, ruft ihn an, er ist nah! 7 Wer Böses plant, soll seinen Weg verlassen, und Gutes tun. Wer das Gute nicht will, soll neu anfangen. Sie sollen umkehren zum Herrn, unserem Gott, damit er Erbarmen und einen Neuanfang schenkt, denn er ist groß im Verzeihen.
Gottes Liebe und Erbarmen ist größer als alles, was wir Menschen uns vorstellen können. Denn Gott sagt: 8 Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege! 9 So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.
Wort des lebendigen Gottes
Einführung
Heute hören wir, dass Jesus von einem Weinberg erzählt..
Ein Weinberg ist ein Ort, an dem viele Menschen gemeinsam arbeiten. Sie pflanzen, pflegen und ernten die Weintrauben. Jeder hat dabei seine Aufgabe.
Auch wir alle leben gemeinsam wie in einem großen Weinberg. In unserer Familie, im Kindergarten, in der Schule, in der Arbeit oder in unserer Pfarrgemeinde können wir mithelfen. Jede und jeder kann etwas beitragen: Wir können anderen helfen, teilen, zuhören, freundlich sein oder trösten.
Manche können ganz viel helfen, andere vielleicht nur ein bisschen. Manche haben es leicht, andere haben es schwer in ihrem Weinberg. Manche kommen früher, manche kommen später. Aber für Gott ist jeder Mensch wichtig und jeder soll das bekommen, was er zum Leben braucht.
Das heutige Evangelium - das, was Jesus im Bibel-Buch erzählt -
handelt von einem Mann, der einen Weinberg - ein Weingut - hatte.
Jeden Tag ging dieser Weingutsbesitzer in die Stadt und fragte Arbeiter, ob sie in seinem Weinberg für Bezahlung arbeiten möchten, damit alle Trauben geerntet werden können.
Am Ende des Tages ruft der Gutsbesitzer alle Arbeiter zu sich, um sie zu bezahlen. Versprochen hatte der denen, die einen ganzen Tag arbeiten, einen Denar, das war damals eine Münze, mit der man kaufen konnte, was eine Familie an einem Tag zum Leben braucht…
Gutsbesitzer mit großer Uhr
“Der Tag neigt sich dem Ende zu, alle Arbeiter, kommt zu mir, um euren Lohn abzuholen!”
Arbeiter 12 Stunden: großes Traubenteller, Uhr mit 12 Stunden
“ Was bin ich froh, dass der Tag zu Ende ist.
Fast 12 Stunden habe ich gearbeitet. Von 6 Uhr in der Früh bis jetzt kurz vor 6 Uhr am Nachmittag. Zum Glück, denn dafür werde ich einen Denar erhalten. Dafür kann ich für meine Familie Essen und eine neue Decke kaufen.
Dort drüben steht ein Arbeiter, der erst um 12 Uhr angefangen hat zu arbeiten. Er hat nur die Hälfte der Zeit gearbeitet, die ich gearbeitet habe. Dafür wird er wohl nur einen halben Denar bekommen. Er hat ja auch weniger gearbeitet als ich, das ist nur gerecht!
Arbeiter 6 Stunden: mittlerer Traubenteller, Uhr mit 6 Stunden
“Seit 6 Uhr in der Früh war ich hier und hoffte, dass mich jemand zum Arbeiten braucht. Zur Mittagszeit kam der Gutsbesitzer und holte mich auf seinen Weinberg.
Ich brauche das Geld dringend für meine Familie. Vor 2 Tagen konnte ich den ganzen Tag keine Arbeit finden. Meine Frau, meine 2 Kinder und ich hatten nichts zu essen und Stroh für unser Loch im Dach benötige ich auch.
Dort steht ein Arbeiter, der nur 1 Stunde gearbeitet hat. Viel weniger als ich… Der wird nicht viel Geld bekommen.”
Arbeiter 1 Stunde, kleiner Traubenteller, Uhr mit 1 Stunde
“ Bin ich froh, dass ich noch eine Arbeit gefunden habe. Seit 6 Uhr in der Früh gehe ich zu verschiedenen Plätzen in der Hoffnung, dass jemand vorbeikommt und Arbeit hat für mich.
Am späten Nachmittag war ich schon ganz verzweifelt, weil ich bis dahin noch keine Arbeit gefunden hatte. Niemand hat mich gebraucht! Nicht einmal zum Brunnen hier bin ich gegangen, um zu trinken. Aus Angst, ich würde den Moment verpassen, wenn der Gutsherr doch noch einmal zum Platz kommt, um Arbeiter zu finden…
Wenn ich keine Arbeit finde, bekomme ich ja kein Geld. Meine kleine Tochter hat seit Tagen hohes Fieber und wir benötigen dringend Medizin, die viel Geld kostet.
Ah, der Gutsbesitzer hat mich ganz zum Schluss noch geholt, für eine Stunde…. Hm… der wird mir wohl nicht viel bezahlen… Hoffentlich bekomme ich für eine Stunde genug Geld, m die Medizin bezahlen zu können.
Wenn ich Glück habe, geht sich ein Laib Brot auch noch aus, damit wir heute nicht hungern müssen. Ich bin so verzweifelt!”
Gutsbesitzer: 3 Denare für alle drei und eine große Uhr
“Der Tag neigt sich dem Ende zu, ALLE Arbeiter sollen für ihre Arbeit 1 Denár erhalten.
Die Arbeiter, die 12 Stunden auf meinem Weinberg gearbeitet haben, und auch die Arbeiter, die 6 Stunden gearbeitet haben und sogar die Arbeiter, die nur 1 Stunde gearbeitet haben. Sie alle sollen 1 Denár erhalten. Denn keiner ist schlechter, nur weil er 1 Stunde oder 6 Stunden gearbeitet hat. Und niemand ist besser, weil er den ganzen Tag gearbeitet hat.
Dort steht ein Arbeiter, der 12 Stunden gearbeitet hat ( zeigt auf Arbeiter, der 12 Stunden gearbeitet hat). Den ganzen Tag war er in meinem Weinberg fleißig. Er hat sich den einen Denár wirklich verdient.
Dort steht ein Arbeiter, den ich um 11 Uhr zu Mittag angeworben habe ( zeigt auf Arbeiter, der 6 Stunden gearbeitet hat). Wie erleichtert war er, als er mit mir mitkommen durfte, um bei mir zu arbeiten. Auch er hat sich 1 Denár verdient, weil er bereit war zu arbeiten und sich den ganzen Vormittag über gesorgt hat.
Und dort steht der Arbeiter, den ich vor 1 Stunde zum Arbeiten geholt habe. (zeigt auf den 3. Arbeiter) Ganz verzweifelt war er schon, weil er befürchtete, heute keine Arbeit mehr zu bekommen. Das ist eine sehr schlimme Situation, zu warten und zu hoffen, dass jemand kommt, um einen abzuholen.
Aber: ER WAR DA! Er hat nicht aufgegeben, sondern ist hierher gekommen! Und ich konnte ihn zu meinem Weinberg mitnehmen.
Auch wenn es nur für eine Stunde war: Alle haben sich Gottes Lohn verdient, der genug ist zum Leben! “
Lied: Herr, Du mein Gott, du bist gut!
Evangelium Mt 20,1-16
Zum Abschluss der Messe bekommen alle einen Denar mit der Aufschrift:
So werden die Ersten Letzte sein und die Letzten Erste. Mt 20,16
Kinderliturgieteam Starchant
(red)
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