OSTERMONTAG (A): 2026-04-06

OSTERMONTAG (A): 2026-04-06

KERNBOTSCHAFT: Dass wir Raum schaffen für die hohe existenzielle Bedeutung der Osterbotschaft mitten im Alltag bei unseren Sinnfragen.

Das Fest österlichen Begegnung: Mitten in meiner mehrfachen Nachdenklichkeit habe ich mir erlaubt, diesen Ostermontag gerade inmitten von unsäglichen Turbulenzen unserer Welt und zunehmenden Desorientierungen im privaten Leben, das Fest der österlichen Begegnung zu nennen. Wie meine ich es eigentlich? Wir alle tragen viele oder manche Fragen tief in unseren Herzen, auf die wir nicht leicht angemessene Antworten finden. Wir tragen Lebensträume und Hoffnung in uns, die nicht in Erfüllung gehen. Frustration und Verzweiflung können unsere Wegbegleiterinnen sein. Wir hätten die Möglichkeit, entweder uns einzuigeln und aufzugeben oder in einem Gespräch mit Menschen und Gott hilfreiche Antworten zu suchen. Hierzu passt ganz genau der Weisheitsspruch des jüdischen Philosophen Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Eine solche Begegnung könnte auch mit einer Fremdengestalt stattfinden. Denn trotz allen populistischen fremdenfeindlichen Lebenseinstellungen, können wir nie genau wissen und sagen, wen Gott uns in bestimmten Situationen vorbeischickt und ein Knopf würde uns in einem offenen Dialog aufgehen. Das ist die existenzielle Bedeutung der Erfahrung der beiden Emmausjünger auf ihrem Weg. Jene Fremdengestalt, die Jesus, der Auferstandene war, könnte uns in jedem Menschen begegnen. Wollen wir das aber?

Die Eucharistie ist die sakramentale Erkenntnis der Liebe Jesu Christi: Insofern Gott unsere offenen Sinnfragen in den Begegnungen mit allen Menschen beantworten kann, ist Er doch selber die eigentliche Antwort, die wir brauchen und suchen. Wie schön spielte sich doch die Heilsdramatik zwischen den beiden Emmausjüngern und der plötzlich auftauchenden Fremdengestalt ab. Hebammenhaft für sie die beiden in den Sinn der Schrift ein, das heißt in die Geschichte des Heilsmysteriums, die Gott in seiner unbegreiflichen Liebe voraus- und festbestimmt hat. Hier ist allerdings der Höhepunkt der ganzen spannenden Begegnung: Es ereignete sich ein neues Erkennen, eine neue Sinnfindung, ein neuer Trost, eine neue Lebensorientierung und ein neues Gottvertrauen in der unmittelbaren Gegenwart des Auferstandenen beim Brotbrechen. „Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn.“ (Lk 24,30-31) Das ist das wunderbare Geheimnis der Eucharistie! Jesus kann Dir bei der Begegnung in der Eucharistie die Augen öffnen, damit Du sehen kannst und zu einer neuen und vertieften Erkenntnis Deines Lebens und der Liebe Gottes gelangst. Vertiefe darum Deine Liebe zur Eucharistie!

(NFM)

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