Zweite Lesung Jak 2, 14–18
Lesung aus dem Jakobusbrief.
14Meine Schwestern und Brüder,
was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke?
Kann etwa der Glaube ihn retten?
15Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot
16 und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!,
ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das?
17So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.
18Aber es könnte einer sagen: Du hast Glauben
und ich kann Werke vorweisen;
zeige mir deinen Glauben ohne die Werke
und ich zeige dir aus meinen Werken den Glauben.
Dialog zum Evangelium
Überleitung zum Evangelium
Ja, es geht schon immer und geht für uns Christ:innen noch immer darum,
Glauben und Tun “zusammenzubringen”.
Wenn wir jetzt davon hören,
dass Jesus nicht möchte, dass alle wissen,
wer er eigentlich ist - der Messias, der Gottes- und Menschensohn,
der auf den alle warten und von dem sich die Menschen so vieles erhoffen -,
dann hat das einen Grund:
Würden alle schon ganz am Anfang von Jesu Wirken wissen,
wer er wirklich ist,
dann würden sie ihm vielleicht wie einem Star nachlaufen,
ihn verehren und sich von ihm ganz große Dinge erwarten.
Sie würden ihm nachlaufen, selbst vielleicht gar nichts mehr tun, alles von ihm erwarten.
So ist das nicht der Plan Gottes.
Jesus möchte, dass die Menschen ihn als Vorbild haben
und ihr Leben mit Vertrauen und guten Taten leben,
dass sie auch Schweres auf sich nehmen,
wenn es nötig ist, damit sich in der Welt etwas zum Guten verändert.
Das ist alles nicht ganz einfach,
aber: Es führt zu einem erfüllten Leben,
aus dem man - wie in der Geschichte vorher -
auch an dem, was wir tun, erkennen können wird,
dass wir auf Gottes Liebe vertrauen.
In jener Zeit 27 ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsaréa Philíppi.
Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
28Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja,
wieder andere für sonst einen von den Propheten.
29Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus!
30Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.
31Dann begann er, sie darüber zu belehren:
Der Menschensohn muss vieles erleiden
und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden;
er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.
32Und er redete mit Freimut darüber.
Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen.
33Jesus aber wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht:
Tritt hinter mich, du bist ja vom Bösen geschickt!
Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
34Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich
und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will,
verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
35Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.
Text: Kinderliturgie-Team Pfarre Starchant
(red)